NAbg. Kitzmüller: Karmasins Familienmodell beschert Spitzenverdienern eine goldene Nase!

Ministerin würde sich bei drei Kindern rund 87.700 Euro an Steuern ersparen, während ärmere Familien vor den Kopf gestoßen werden!

„Ministerin Karmasin gab bekannt, dass jener Elternteil, der sich um die Kinder kümmert, eine Zeit lang keine Einkommenssteuer bezahlen muss, sofern die Familie drei Kinder hat. Was so schön klingt hat insofern einen Haken, weil durch diesen Vorschlag vor allem die Spitzenverdiener die Nase vorn haben“, zeigt die freiheitliche Familiensprecherin Anneliese Kitzmüller auf.

„So würde Frau Bundesministerin Karmasin dank ihres fürstlichen Gehalts im Falle der Umsetzung ihres Modells ab dem dritten Kind Lohnsteuer in der Höhe von sage und schreibe rund 87.700 Euro jährlich zurückbekommen. Die Angestellte mit 2.000 Euro brutto im Monat hingegen nur rund 2.900 Euro im Jahr“, rechnet Kitzmüller vor.

Nach wie vor kümmern sich dankenswerterweise hauptsächlich die Mütter um ihre kleinen Kinder. Wenn Karmasin eine Entlastung erst ab dem dritten Kind und nur vorübergehend vorschlägt, darf darauf verwiesen werden, dass die wenigsten Mütter, nach dem Ende der Karenz für ein drittes Kind sofort vollzeit erwerbstätig sind. Wer sich vorwiegend um drei relativ kleine Kinder kümmert, wird nur in den seltensten Fällen überhaupt ein Einkommen von über 11.000,- Euro erwirtschaften. Erst bei Einkommen über 11.000,- Euro würde sich das Modell-Karmasin rechnen. Es handelt sich damit um ein völlig weltfremdes Programm einer ÖVP, die von den echten Sorgen und Nöten der Familien keine Ahnung mehr hat.

Weiters hinterfragt Kitzmüller, wie denn Karmasin überprüfen wolle, wer tatsächlich die Kinder überwiegend betreuen täte. „Theoretisch könnte angegeben werden, dass sich der Vater um die Kinder überwiegend kümmert, obwohl die Mutter mehr Zeit mit den Kindern verbringt. Es würde dann derjenige keine Steuern zahlen, der einen höheren Verdienst hat“, vermutet Kitzmüller.

„Wie auch immer. Gerade jene, die ohnehin genug zum Leben haben, würden durch Karmasins Vorstoß noch besser aussteigen, während ärmere Familien regelrecht vor den Kopf gestoßen werden. Man sieht, wie wenig weit die Frau Ministerin da gedacht hat“, so Kitzmüller. „Im Gegensatz zu diesem unausgegorenen Modell der ÖVP sieht das freiheitliche Steuersplittingmodell nicht nur einen Deckel der Gesamtsteuerersparnis vor, sondern entlastet zudem die Familien bereits ab dem zweiten Kind. Außerdem werden Familien entlastet, solange die Kinder im gemeinsamen Haushalt leben. Darüber hinaus wird im freiheitlichen Modell das gesamte Familieneinkommen, also auch jenes der Väter, mit in die Berechnung einbezogen“, sagt Kitzmüller.