NAbg. Mag. Haider: Tourismus braucht Sanktionen gegen Russland nicht

Diplomatie wäre angehalten, im Sinne der österreichischen Wirtschaft zu vermitteln

„Die derzeitige außenpolitische Entwicklung gegen Russland ist für den Österreichischen Tourismus absolut nicht förderlich“, zeigt sich der freiheitliche Tourismussprecher und Vorsitzende des parlamentarischen Tourismusausschusses, NAbg. Mag. Roman Haider besorgt.  Die Anstrengungen und Investitionen zum Aufbau des russischen Marktes dürfen nicht umsonst gewesen sein. „In den letzten Jahren wurde massiv auf dem russischen Markt die Werbetrommel gerührt. Viele Unternehmen haben sich auf dieses Gästesegment spezialisiert“, zeigt Haider auf, dass diese Betriebe nun derzeit verunsichert seien. „Aber auch die Gäste aus Russland reagieren bereits und die Nachfrage nach Urlaub in Österreich sinkt.“

Es sei notwendig, so der FP-Tourismussprecher, „gerade jetzt potentielle russische Gäste zu beruhigen. Ihnen muss die Gewissheit gegeben werden, dass sie uns sehr willkommen sind.“ Klar abgelehnt wird von Nationalrat Haider, dass es eventuell schwieriger wird, dass Touristen aus Russland Visa erhalten. „Sonst läuft der heimische Tourismus Gefahr, dass die russischen Gäste gleich ausbleiben. Politik und Diplomatie sind gefordert“, verweist Haider darauf, dass Österreich als neutrales Land vermittelnd eingreifen könnte.

„Österreichs Tourismusbranche ist ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor. Im letzten Jahr kamen mehr als eine halbe Million Gäste aus Russland in unser Land, mit steigender Tendenz. Dieses Gästesegment trägt wesentlich zum wirtschaftlichen Erfolg des Tourismus bei“, zeigte Haider abschließend auf.