NAbg. Mag. Schrangl: WGG-Reform der Bundesregierung nicht zu Ende gedacht

SPÖ und ÖVP gefährden gemeinnützigen Wohnbau

Der wohnbaupolitische Teil des neuen Arbeitsprogrammes der Bundesregierung sorgt für Aufregung. „Die geplante Aufweichung des Vermögenbindungsprinzips gefährdet den Bestand des gemeinnützigen Wohnbaus. SPÖ und ÖVP haben wieder einmal eine Idee nicht zu Ende durchgedacht“, kritisiert FPÖ-Bautensprecher, NAbg. Mag. Philipp Schrangl. *****

Die Vorstandsmitglieder des ‚Österreichischen Verbandes gemeinnütziger Bauvereinigungen  – Revisionsverband’ haben sich gegen die seitens der Bundesregierung für November geplante Novelle des Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetzes (WGG) ausgesprochen. „In Zeiten einer historischen Niedrigzinsphase zählt die Verfügbarkeit von Kapital wohl zu den untergeordneten Herausforderungen Gemeinnütziger“, leitet Schrangl, seine Analyse ein. „Christian Kern hat bis heute nicht erklärt, warum die Aufweichung der Vermögensbindung auch tatsächlich eine gesteigerte Neubauleistung mit sich bringen soll“, erinnert Schrangl an argumentative Schwachstellen.

„Nachdem sich die GBV-Vorstände einstimmig gegen diese Neuregelung ausgesprochen haben, sollten die Regierungsparteien endlich öffentlich Stellung beziehen“, fordert Schrangl mehr Transparenz. Es sei schließlich offenkundig, dass die Interessen von Banken und Versicherungen überdeutlichen Niederschlag finden würden. „Der gemeinnützige Wohnbau sollte allerdings den Menschen und nicht der Finanzwelt dienen“, fordert  Schrangl eine Stellungnahme der Bundesregierung. „Wenn, wie aktuell geschehen, jetzt auf mögliche finanzielle Vorteile für das Umfeld von Parteien kolportiert werden, dann ist Christian Kern in Erklärungsnot“, schließt Schrangl.