NAbg. Mag. Schrangl zur Kinderehe: Meinungen in der ÖVP wenden sich wie ein Blatt im Wind

Plötzlicher Schwenk beim Thema Kinderehe verwundert

Mit Verwunderung reagiert NAbg. Mag. Philipp Schrangl auf den plötzlichen und massiven Vorstoß der Familienministerin Karmasin in Sachen Kinderehe.

„Erst im Juni habe ich im Justizausschuss einen Antrag auf Erstellung einer Statistik zu diesem Thema gefordert. In Österreich liegen diesbezüglich keinerlei Daten vor. Der derzeitige Justizminister und Vizekanzler hat dieses Thema noch vor etwas mehr als einem Monat mit dem Worten abgetan, man sei nicht in der Position wie in Deutschland und müsse hier nicht massiv gegensteuern.“, so Schrangl und verweist darauf, dass sich die Meinung in der ÖVP scheinbar geändert habe oder aber der eine in der ÖVP nicht weiß was der andere sagt.

„Eine zu frühe Eheschließung kann das Wohl eines minderjährigen Kindes und seine Entwicklungschancen stark beeinträchtigen. Es wäre wichtig zu wissen von welchen Zahlenmaterial Karmasin ausgegangen ist, um auch die bestmöglichen Maßnahmen zur Wahrung des Kindeswohls entwickeln zu können“, so Schrangl weiter und kündigt, wenn sich in dieser Sache nichts bewegt, weitere Anträge an.

„Die ÖVP reagiert wieder einmal auf Probleme die von den Freiheitlichen schon lange angesprochen wurden. Ein rasches Handeln in diesem Fall ist unbedingt notwendig. Wir werden die ÖVP an ihren Taten messen und hoffen, dass es sich nicht wie so oft um Wahlkampfgetöse handelt“, so Schrangl abschließend.