NAbg. Neubauer: Fukushima – Lehren und richtige Schlüsse für die Zukunft ziehen

Österreich muss Krisen nutzen, um Energie-Autonomie zu erlangen

Der Jahrestag der Katastrophe von Fukushima bringt uns jährlich schmerzlich in Erinnerung, dass der Traum, mittels Kernspaltung die Energieprobleme der Menschheit zu lösen, bereits am 26. April 1986 zum Albtraum geworden ist“, stellte heute der freiheitliche Anti-Atom-Sprecher NAbg. Werner Neubauer fest.

Die Katastrophe von Tschernobyl führte der ganzen Welt die fürchterliche Schattenseite der Kernenergie vor Augen und wurde so zum Menetekel für die Gefahren der friedlichen Nutzung der Atomtechnologie. Beinahe auf den Tag genau – 25 Jahre danach – wiederholten sich diese schrecklichen Eindrücke durch die Kernschmelzen in mehreren Reaktorblöcken des japanischen Kernkraftwerkes Fukushima.

Diese Ereignisse hätten weltweit zu einem Aufflammen der – zumeist sehr emotional geführten – Diskussion um die Zukunftsfähigkeit von Kernenergie im Allgemeinen, aber auch der Energieversorgung in Österreich insgesamt geführt, so Neubauer. „Seit biblischen Zeiten lösen Flutwellen Angst und Verwüstung aus. Mit dem Mythos der Sintflut wurde auch der Tsunami assoziiert, der am 11. März 2011 um 14:47 Uhr (Ortszeit) mit dem Tohoku-Erdbeben seinen fatalen Anfang nahm und gleichzeitig in vier von sechs Reaktorblöcken die Nuklearkatastrophe mit einer Reihe von katastrophalen Unfällen und schweren Störfällen im japanischen Kernkraftwerk Fukushima und deren tragischen Auswirkungen auslöste.“

Die Leidtragenden, wie der FPÖ-Mandatar betonte, „waren und sind: Die Menschen und die Natur Japans. Die Toten, Verwundeten, Obdachlosen sind es, denen wir heute gedenken und den Hinterbliebenen, denen wir unsere Anteilnahme heute ehrlich und in tiefer Betroffenheit von hier aus zum Ausdruck bringen wollen.

Neubauer unterstrich, dass Österreich aus umweltrelevanter – bzw. energiepolitischer Sicht aus solchen Katastrophen die richtigen Schlüsse für die Zukunft ziehen müsse. „Wir sollten erkennen, dass Technologie ein Mittel ist, die Umgebung für unsere Mittel zu manipulieren, weshalb wir ein ehrliches Urteil über deren Benutzung fällen müssen.“ Es werde in Zukunft an uns – der Fähigkeit und Vernunft des Menschen – liegen, den technischen Fortschritt klug und zum Wohle der Menschheit einzusetzen. Der ethische Standpunkt müsse bei der Abwägung des kalkulierbaren bzw. des akzeptierbaren Risikos wieder einen erhöhten Stellenwert einnehmen.