NAbg. Neubauer: Handeln des Umweltministers im Kampf gegen grenznahe Atomkraftwerke gefordert

FPÖ fordert Einberufung einer EURATOM-Vertragsrevisionskonferenz 

„Nach einer wohl mittlerweile mehr als angemessenen Aufwärmphase seit dem Amtsantritt des neuen Umweltministers Rupprechter, ist es nun wohl an der Zeit, Taten in Sachen Anti-Atom-Politik zu setzen. Es ist zu hoffen, dass der Umweltminister nicht den atomaren Tiefschlaf seines Amtsvorgängers fortsetzt, der eine große Baustelle hinterlassen hat“, stellte heute der freiheitliche Anti-Atom-Sprecher NAbg. Werner Neubauer fest.

Wenn Bundesminister Rupprechter sein Bekenntnis zu einem atomkraftfreien Europa ernst meint, dann ist nun endlich rasches Handeln in Sachen Dukovany gefragt. Kurz währte die Freude darüber, dass vorerst von einer Temelin-Erweiterung abgesehen wurde, gleichzeitig haben mittlerweile aber die Vorarbeiten für einen fünften Reaktor in Dukovany bereits begonnen und eine Laufzeitverlängerung der übrigen  Schrottreaktoren ist vorgesehen. „Dies ist ein absoluter Rückschritt für die europäischen Anti-Atom-Bestrebungen und der Umweltminister ist daher gefordert, diesem Vorhaben der tschechischen Republik entschieden entgegenzutreten“, so Neubauer weiter.

„In weiterer Folge stellt die FPÖ, die sich von Beginn an gegen diese Form der Energiegewinnung vehement ausgesprochen hat, an Bundesminister Rupprechter die Forderung, eine EURATOM-Vertragsrevisionskonferenz einzuberufen. Dazu müssen vor allem die Vertreter unserer Nachbarländer mit grenznahen Atomkraftwerken nach Wien eingeladen werden. Als Ergebnis der Verhandlungen und Bemühungen muss ein neues völkerrechtlich verbindendes Abkommen auf dem Tisch liegen, im Sinne der maximalen Sicherheit für die österreichische Bevölkerung und Umwelt“, so Neubauer abschließend.