NAbg. Neubauer: Leistung muss sich wieder lohnen – auch bei den Frauenpensionen!

Geben wir den Müttern, was ihnen zusteht: ein Altern in Würde mit einem Einkommen zum Auskommen

Vollstes Verständnis zeigte heute der freiheitliche Seniorensprecher NAbg. Werner Neubauer für die von Frau Gertraud Burtscher initiierte sogenannte „Oma-Revolte“. Unter diesem Titel haben sich vor allem Frauen der Generation 50plus zusammengeschlossen, um gegen das ungerechte Pensionssystem aufzutreten.  „Dass Mütter, die aufopferungsvoll ihre Kinder – die späteren Leistungsträger – daheim großgezogen haben und aufgrund geringer Zeiten im Erwerbsleben bei oftmals auch geringem Lohn nun ihr Dasein von der Mindestpension fristen müssen, ist ungerecht, untragbar und eines Sozialstaates unwürdig. Die halbherzige Alibi-Maßnahme des erhöhten Ausgleichszulagenrichtsatzes von 1.000,- kommt nämlich tatsächlich nur etwa 17.000 Pensionisten zugute“, kritisiert Neubauer.

Um die Situation der Mütter in Pension deutlich zu verbessern, sollten die Kindererziehungszeiten für die 360 nötigen Beitragsmonate einbezogen werden, sodass auch diese leichter in den Genuss des erhöhten Ausgleichszulagenrichtsatzes von 1.000,- Euro kommen, die dann auch unabhängig vom Partnereinkommen ausbezahlt werden sollten. Darüber hinaus ist eine Mindestpension von 1.200,- Euro für jene Personen sicherzustellen, die zumindest 480 Beitragsmonate geleistet haben.

„Da wir Freiheitliche Kindererziehungszeiten als Leistung für eine gesunde funktionierende Gesellschaft ansehen, fordern wir, diese auch so zu bewerten“, sagte Neubauer. Es werden zwar vier Jahre pro Kind angerechnet, um die Mindestversicherungszeiten für den Pensionsantritt zu erreichen, dies hat aber keinerlei Auswirkung auf die spätere Pensionshöhe. „Eine Lösung nach dem Schweizer Modell wäre durchaus auch in Österreich realisierbar, wo es sogenannte Erziehungsgutschriften gibt, die ausgehend von einem fiktiven Einkommen, dem Pensionskonto gutgeschrieben werden und so höhere Pensionen für jene, die Kinderbetreuungsarbeit leisten, ermöglichen. Dies wären die Grundvoraussetzungen für ein gerechtes, leistungsorientiertes Pensionssystem“, so Neubauer.