NAbg. Neubauer: Zahlentrickserei beim Pensionsantrittsalter löst das Problem nicht

„Seitdem der Gesetzesentwurf, den unter 50jährigen statt einer befristeten Invaliditätspension ein Reha-Geld auszuzahlen, auf dem Tisch lag, habe ich sowohl im Sozialausschuss als auch in den Parlamentsdebatten davor gewarnt, dass diese Maßnahme ausschließlich der Schönfärberei des faktischen Pensionsantrittsalters dienen soll“, so heute FPÖ- Seniorensprecher NAbg. Werner Neubauer in Zusammenhang mit aktuellen Medienberichten.

Neubauer kritisierte vor allem, dass Personen, die vorher befristet in Invaliditätspension gegangen sind, nun von den Pensionen in den Krankenversicherungsbereich geschoben würden und nur ein neues „Mascherl“ umgebunden bekämen. Dadurch steige aber das Pensionsantrittsalter um keinen einzigen Tag. Auch die Hoffnung, diese Menschen wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren, habe sich nicht erfüllt, denn die Zahl jener, die nach befristeter Invalidität wieder erwerbstätig werden, sei verschwindend klein.

„Aus falschen Zahlen können keine richtigen Schlüsse gezogen werden. Ich fordere Finanzminister Schelling und Sozialminister Stöger auf, dies endlich zur Kenntnis zu nehmen und sämtliche Zahlen und Fakten offen zulegen. Nur so kann eine Basis geschaffen werden, aus der man dann auch die richtigen Maßnahmen ableiten kann, um das faktische Pensionsantrittsalter wirksam, nachhaltig und sozial verträglich zu steigern. Diese Schritte sind unbedingt erforderlich, auch um das Pensionssystem für die Zukunft abzusichern.

Solange wesentliche strukturelle Maßnahmen nicht angegangen werden, kann es nicht funktionieren. Bundesminister Stöger muss endlich die rote Parteibrille abnehmen und bei seinen Genossen klare Maßnahmen einfordern“, so Neubauer.