NAbg. Neubauer/LAbg. Prim. Dr. Povysil: „Gerade ältere Menschen brauchen Sicherheit bei der medizinischen Versorgung“

Abgänger der Linzer Medizin-Fakultät mit lukrativen Angeboten im Land halten

Der freiheitliche Seniorensprecher NAbg. Werner Neubauer und die Gesundheitssprecherin der FPÖ-Oberösterreich LAbg. Prim. Dr. Brigitte Povysil zeigten sich mit den Feststellungen der beiden Präsidenten des österreichischen Seniorenrates, Dr. Andreas Khol und Karl Blecha, in den langjährigen freiheitlichen Forderungen bestätigt.

„Im Rahmen einer Pressekonferenz war von Beiden der Sorge Ausdruck verliehen worden, dass es in Österreich, vor allem im ländlichen Bereich, einen Ärztemangel gebe. Dadurch leide vor allem die medizinische Versorgung älterer Menschen. Durch diesen Umstand werde die Notwendigkeit einer medizinischen Fakultät als zusätzliche Ausbildungsstätte für Mediziner in Linz untermauert“, stellte Povysil fest.

Ab dem Jahr 2020 wird aufgrund der demografischen Entwicklung der bevorstehenden Pensionierungswelle nämlich ein massives Problem anstehen. Gemildert werden kann es nur durch den zu diesem Zeitpunkt bestehenden Abschluss der ersten Jungärzte. Durch begleitende Maßnahmen muss für Oberösterreich erreicht werden, dass die ausgebildeten Mediziner auch im Land gehalten werden können. „Extrem einengende, leistungsfeindliche Kassenverträge machen den Beruf des Allgemeinmediziners unattraktiv. Hier ist unbedingt bei der Problemlösung anzusetzen“, fordert Povysil.

„Gerade die ältere Generation ist vom Ärztemangel am Land besonders betroffen, da sie einerseits öfter medizinische Behandlungen in Anspruch nehmen muss und andererseits die oftmals großen Entfernungen zum nächsten Arzt eine große Herausforderung darstellen“, so Neubauer.

Die FPÖ kann sich mit Teilforderungen des Seniorenrates, wie der Realisierung von Lehrpraxen als Ausbildungsstätten künftiger Mediziner oder der Umsetzung des Hausarztmodells, identifizieren. „Die Möglichkeit zur Schaffung von Gruppenpraxismodellen, die auch die Beschäftigung von Ärzten in einem Angestelltenverhältnis erlaubt, wäre zusätzlich ein wichtiges Instrument zur Bekämpfung des Ärztemangels“, stellte Povysil fest.

Die Initialzündung zur Aufrechterhaltung der medizinischen Patientenversorgung in Oberösterreich wurde mit dem Beschluss im Nationalrat zur Einrichtung einer Medizinischen Fakultät in Linz gesetzt. „Jetzt, wo das Problem erkannt ist und auch die richtigen Lösungsansätze auf dem Tisch liegen, bleibt zu hoffen, dass unsere freiheitlichen Forderungen bald umgesetzt werden, um schwerwiegendere Versorgungslücken bei der medizinischen Betreuung nachhaltig zu vermeiden“, so Neubauer und Povysil abschließend.