Naturschutz: 2015 ist das Jahr des Artenschutzes

Rund 250 bis 300 Tierarten sind in Oberösterreich vom Aussterben bedroht. Um darauf aufmerksam zu machen, gibt es nunmehr ein umfangreiches Programm zum Schutz bedrohter, heimischer Arten. Dieses wurde von Naturschutzlandesrat Manfred Haimbuchner (FPÖ) kürzlich präsentiert.

Bereits auf der roten Liste der gefährdeten Tiere steht die Mopsfledermaus. Das auf Grund des runden Körpers und Gesichts an die bekannten Hunde erinnernde Tier steht vor dem Aussterben aufgrund von mit Pflanzenschutzmittel vergifteter Insekten. „Um auf ihr Aussterben aufmerksam zu machen, ist diese Mopsfledermaus nunmehr einer der Botschafter des Artenschutzes in Oberösterreich“, erklärt Haimbuchner. Weitere Tiere, die in den nächsten Jahren verschwinden könnten: Steinkrebs, Flussperlmuschel oder Braunkehlchen (Bild). Bei den Pflanzenarten ist der Böhmische Enzian bedroht, der nur in der Böhmerwaldregion vorkommt.

„Wir müssen die Artenvielfalt in Oberösterreich schützen. Daher ist es nötig, das Verständnis für bedrohte Natur und bedrohte Tiere zu fördern“, so Haimbuchner. Der freiheitliche Naturschutzlandesrat kann sich vorstellen, Biotope zu fördern oder Vereinbarungen zu treffen, dass bestimmte Wiesen nur ein Mal gemäht werden. Zudem wird eine Beratung bei der Naturraumgestaltung angeboten, welchen Pflanzen etwa der Vorzug gegeben werden sollte. „Wichtig ist auch die Zusammenarbeit mit der Land- und Forstwirtschaft, damit wir den Naturraum für die Tiere sichern können“, sagt Haimbuchner.