NAbg. Neubauer: Allianz-Studie bestätigt freiheitliche Forderungen bei Pensionen

„Wenig überraschend sind die Kernaussagen der Studie, nämlich dass die Österreicher europaweit am frühesten in Pension gehen und dass jene Länder gut positioniert sind, die ihre Reformen frühzeitig begonnen haben. Fordern wir Freiheitliche doch schon seit vielen Jahren eine umfassende Pensionsreform, im Zuge derer es zu einer Harmonisierung des Systeme kommt, sodass es nur noch ein System nach ASVG-Vorbild gibt. Die kosmetischen Reförmchen der letzten Jahre haben mit wenigen Ausnahmen bestenfalls dazu gedient, dass sich die Regierungspartner gegenseitig auf die Schulter klopfen können, weil sie ja „etwas“ gemacht haben“, so der freiheitliche Seniorensprecher NAbg. Werner Neubauer in einer Stellungnahme zur kürzlich präsentierten Allianz-Studie, die die Pensionssysteme weltweit hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeit untersucht.

Die im Konsolidierungspaket 2012 – 2017 beschlossenen Maßnahmen zur Anhebung des faktischen Pensionsantrittsalters werden wohl nicht ausreichen, solange wir mit dem Problem konfrontiert sind, dass im staatsnahen Bereich die Menschen immer noch lange vor dem gesetzlichen Antrittsalter in Pension gehen. Und hier kratzen wir auch ohnehin nur an der Oberfläche des Problems. Es ist nämlich schon soweit vollkommen korrekt, wenn Sozialminister Hundstorfer sagt, wir müssen möglichst viele Menschen in Beschäftigung halten, um die Pensionen nachhaltig zu sichern. Aber wir brauchen die Menschen in höheren Lohn- und Gehaltsstufen beschäftigt und dem wurde mit der Ostöffnung des Arbeitsmarktes grob fahrlässig entgegengewirkt. Das Lohnniveau sinkt und somit werden auch die daraus resultierenden Einnahmen weniger.

„Wir sind mittlerweile in einem System festgefahren, wo Leistung sich nicht lohnt. Die sogenannten „Working poor“, jene Menschen, die trotz Vollzeiterwerbstätigkeit arm oder von Armut bedroht sind nehmen rasant zu. Bei diesen Niedriglöhnen bleibt den Menschen zu wenig zum leben, kaum etwas für das System und nichts für betriebliche und schon gar nichts für private Vorsorge, wie so oft gefordert wird“, sagte Neubauer.

„Dies sind nur einige der vielen Baustellen, die ehebaldigst in Angriff genommen werden müssen, um eine Entspannung der Situation am Arbeitsmarkt und in weiterer Folge bei den Pensionen herbeizuführen. Angesichts der Erfahrung der letzten Jahre ist meine Hoffnung, dass unsere Bundesregierung diesen richtigen Weg endlich beschreitet schwindend klein. Es ist mir unverständlich, dass SPÖ und ÖVP trotz der schallenden Ohrfeige, die ihnen bei der letzten Nationalratswahl verpasst wurde, nach wie vor, stur gegen die Interessen der Österreicher regieren“, so Neubauer abschließend.