Norbert Hofer aus Wahlplakaten „gesägt“

Der „Kampf“ um die Hofburg geht in seine heiße Phase. Zwei Wochen vor der Bundespräsidentenwahl zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Alexander Van der Bellen (Die Grünen), Norbert Hofer (FPÖ) und der parteifreien Irmgard Griss ab. Diese Zuspitzung ruft auch fanatische Anhänger der Kandidaten auf den Plan. Sie nehmen vor allem die gegnerischen Wahlplakate ins Visier.

Besonders stark trifft es – wie schon zuletzt im oberösterreichischen Landtagswahlkampf – die Freiheitlichen. Quer durch das Land werden derzeit Wahlplakate der FPÖ beschmiert und zum Teil sogar zerstört. Diesmal allerdings in einem weit stärkeren Ausmaß als in den Jahren zuvor.

In den Bezirken Kirchdorf an der Krems und Wels-Land wurden zahlreiche mobile Plakatwände entlang der Hauptverkehrsverbindungen zerstört. Teile des Gesichts von Norbert Hofer wurden regelrecht „herausgesägt“, was auf den Einsatz von Sägen oder sogar Motorsägen schließen lässt.

Neue Dimension des Vandalismus

Der Landesgeschäftsführer der FPÖ Oberösterreich, Hubert Schreiner, spricht von einer „neuen Dimension des Vandalismus“. Er vermutet die Täter im politischen Umfeld konkurrierender Kandidaten, denn er bringt das zwischen diesen abgeschlossene „Fairness-Abkommen“ ins Spiel: „Zu Fairness gehört für uns nämlich auch, fremdes Eigentum nicht mutwillig zu beschädigen.“ Die FPÖ werde die Sachbeschädigungen bei der Polizei zur Anzeige bringen.