EU-Abg. Mag. Obermayr: Späte Einsicht der EU-Kommission zu Antibiotika-Resistenzen

Tausende Todesfälle hätten sich durch geeignete Maßnahmen vermeiden lassen

„Viele Jahre sind vergangen seit erste Berichte über Antibiotika-Resistenzen und ihre Folgen für Aufsehen sorgten. Gesundheitskommissar Borg geht immerhin erst jetzt auf das Thema ein“, so heute der freiheitliche EU-Mandatar Mag. Franz Obermayr.

„Dabei sind die von ihm angeführten 1,5 Milliarden Euro an Gesundheitskosten und Produktivitätsverlusten irrelevant, gemessen an den rund 25.000, aufgrund längst bekannter Resistenzen, vorzeitig beendeten Menschenleben“, moniert Obermayr, der fordert:  “Inflationärer Einsatz von Antibiotika sind sowohl beim Menschen als auch in der Tiermast umgehend zu beenden. Im Unterschied zu Krümmungswinkeln von Gurken und anderen krausen Regulierungen, die sehr viel rascher umgesetzt werden, können damit zahlreiche Menschenleben verlängert werden. Das Profitstreben von Pharmakonzernen und die Gier der Agro-Industrie dürfen nicht dort als Argumente ins Treffen geführt werden, wo Menschenleben bedroht sind!“