Oberösterreich: Obdachlose werden immer jünger

Mittels Anfrage hat die FPÖ von der zuständigen Soziallandesrätin Gertraud Jahn (SPÖ) Details über die aktuelle Situation der Obdachlosen erfragt. Im vergangenen Jahr haben allein im Zentralraum Linz insgesamt 4.230 Menschen das Angebot der Wohnungslosenhilfe in Anspruch genommen, oberösterreichweit waren es 4.953 Personen. Ganz besonders erschreckend ist die Tatsache, dass die obdachlosen Menschen immer jünger werden. 113 Personen unter 18 Jahren hielten sich 2013 in den entsprechenden Einrichtungen auf. Fast 40 Prozent der Wohnungslosen sind unter 30 Jahre alt. „Eine mehr als bedenkliche Entwicklung“, findet FPÖ-Klubobmann Günther Steinkellner. Bei den Besuchern der Tageszentren für Obdachlose zeichnet sich ein ähnliches Bild ab: Diese wurden 2013 von gleich 251 Personen unter 18 Jahren aufgesucht, 1.883 waren 18 bis 40 Jahre alt. „Das sind allerdings nur die offiziellen Zahlen, die Dunkelziffer verschärft die Situation noch einmal“, so Steinkellner.

Bestätigt haben sich die Bedenken der Freiheitlichen hinsichtlich der Auswirkung der Öffnung des Arbeitsmarktes für Bulgaren und Rumänen seit Jänner dieses Jahres. Im vorliegenden Bericht über die Obdachlosen in Oberösterreich schlagen sich die ersten Zahlen bereits nieder. Aufgrund der „Notreisenden“ aus den neuen Beitrittsländern der EU ist die Zahl der Nutzer der Winternotversorgung bereits heuer angestiegen. Von 169 Besuchern waren gleich 140 aus Rumänien. Ein von der FPÖ beantragter regelmäßiger Bericht über die Auswirkungen der Ostöffnung auf das heimische Sozialsystem wurde im oberösterreichischen Landtag allerdings abgewunken. „Er darf aufgrund der aktuellen Entwicklung aber nicht länger auf Eis gelegt werden“, fordert Steinkellner.