Österreicher fühlen sich durch Islamismus bedroht

Eine aktuelle Umfrage des Gallup-Institutes gewährt interessante Einblicke zur Einstellung der Österreicher zum Islam als Religion und als politische Ideologie. Befragt wurden 500 Personen in ganz Österreich (Zeitraum Juli 2015) im Auftrag der „Initiative Liberaler Muslime Österreichs“ (ILMÖ).

Knapp 55 Prozent der Befragten sehen den Islam negativ besetzt, 61 Prozent gaben an, dass sich ihre Haltung gegenüber dem Islam in den letzten Jahren verschlechtert habe. Dass die Österreicher beim Thema Islam sehr wohl differenzieren, zeigt die Frage zur Verbindung zwischen dem Islam und radikalen Gruppierungen. Hier gaben knapp zwei Drittel der Befragten an, zwischen den unterschiedlichen Gruppierungen und der Religion an sich zu unterscheiden. 87 Prozent der Befragten sehen einen vermehrten Zulauf zu den radikalen Organisationen.

92 Prozent der Befragten gaben an, es bestehe durch radikale islamistische Organisationen eine direkte Gefahr für die westliche Gesellschaft. Dabei sehen 64 Prozent die demokratischen Grundwerte durch islamistische Gruppen wie zum Beispiel die Muslimbruderschaft, Milli Görüs oder die Hamas in Österreich gefährdet. Nur eine verschwindende Minderheit von maximal fünf Prozent gesteht diesen Gruppierungen Zugang zu öffentlichen Fördergeldern zu (95 Prozent sprechen sich dagegen aus). Hingegen meinen durchschnittlich 80 Prozent der Befragten, dass diese Gruppen Finanzierungen aus dem Ausland offenlegen sollten. Ein ähnlich hoher Anteil der Bevölkerung wünscht sich, dass Behörden und Politiker verstärkt gegen diese Gruppen vorgehen sollten.

„Die Umfrage zeigt deutlich, dass die Österreicher zwischen der Religion und dem Missbrauch durch radikale Gruppen unterscheiden. Es ist wichtig, dass die Politik die mögliche Unterwanderung unserer Gesellschaft durch radikalislamische Gruppierungen ernst nimmt und entsprechende Maßnahmen ergreift“, so FPÖ-Landesparteiobmann Manfred Haimbuchner zu den Umfrageergebnissen.