Österreichs Ausländeranteil wächst überdurchschnittlich

Die Anzahl der Einwanderer steigt auch 2016 weiter an. So lebten am 1. Jänner 2016 8,7 Millionen Menschen in Österreich, von denen 1,27 Millionen keine österreichische Staatsbürgerschaft besaßen. Mit 14,6 Prozent der Gesamtbevölkerung stieg der Ausländeranteil im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 Prozent.

Die konkrete Zunahme der Gesamtbevölkerung ist dabei auf die Zuwanderung von 121.000 Personen zurückzuführen. Während die Anzahl der österreichischen Staatsbürger um 0,1 Prozent zurückging, stieg der Anteil der ausländischen Staatsbürger um fast 11 Prozent an. Die größten Einwanderungsgruppen stellten dabei die Syrer, Afghanen und Iraker, gefolgt von den Rumänen und Ungarn.

„Die aktuellen Zahlen belegen: Der Anteil der Ausländer in Österreich wird immer größer. Bereits 1993 hat die FPÖ festgehalten, dass Österreich kein Einwanderungsland ist“, erinnert FPÖ-Landeschef Manfred Haimbuchner. „Nun haben wir aber Schwarz auf Weiß, dass SPÖ und ÖVP mit ihrem grünen Anhängsel diesen Fakt nach wie vor gerne unter den Tisch kehren. In den letzten Jahren war vor allem die Einwanderung in das heimische Sozialsystem und auf den Arbeitsmarkt – etwa aus Rumänien und Ungarn – massiv.“

In Oberösterreich stieg die Einwohnerzahl auf 1,45 Millionen, was einem Zuwachs von 16.482 oder 1,1 Prozent entspricht. In Linz wuchs die Bevölkerung 2015 um 1,7 Prozent und knackte damit zum ersten Mal seit 20 Jahren die 200.000-Einwohner-Marke. Der Anteil der Personen ohne österreichische Staatsbürgerschaft liegt in der oberösterreichischen Landeshauptstadt bei über 20 Prozent.