Platznot und Personalmangel in Oberösterreichs Gefängnissen

In den oberösterreichischen Gefängnissen herrscht Platznot und Personalmangel. 1.380 Personen sitzen derzeit hinter Gittern – um acht Prozent mehr als noch vor fünf Jahren. Damals war nur die Justizanstalt Garsten überbelegt, jetzt sind es auch die Gefängnisse in Wels und Suben.

Ende 2016 saßen in Garsten 380 Personen hinter Gittern, obwohl die Justizanstalt nur Platz für 375 Häftlinge hat. In Suben wurden statt 283 Insassen 295 gezählt. Und auch die Justizanstalt Wels stößt bereits an ihre Kapazitätsgrenze. 156 Plätze sind vorgesehen, 157 Häftlinge saßen Ende 2016 ihre Strafe ab.

Dazu kommt, dass es durch eine Reihe von Pensionierungen einen Mangel beim Wachpersonal gibt. Der Schärdinger FPÖ-Bezirksparteiobmann und Nationalratsabgeordnete Hermann Brückl fordert angesichts dieser Zustände ein rasches Handeln der Personalverantwortlichen: „Die Sicherheit der Wachbeamten und der Bevölkerung ist zu garantieren. Daher ist eine sofortige Aufstockung des Personals unumgänglich.“ Die Pensionierungen würden in der Regel kaum überraschend kommen, das Problem sei somit hausgemacht.