Proteste für die Zukunft des OÖ-Stahls

Mehrere tausende Stahlarbeiter, darunter rund 200 Mitarbeiter der voestalpine-Werke in Linz, demonstrierten am Montag in Brüssel gegen die Billigkonkurrenz aus China. Selbst Manager beteiligten sich an den Protesten gegen die Dumping-Politik Chinas, die in Großbritannien bereits zu Massenentlassungen geführt hat.

Das Land der Mitte produziert jährlich einen Überschuss von mehr als 400 Millionen Tonnen Stahl, den sie exportieren und damit für einen Preisverfall sorgen. ArcelorMittal, der weltgrößte Stahlhersteller, wies für vergangenes Jahr einen Verlust von mehr als sieben Milliarden Euro aus. Neben der asiatischen Konkurrenz sind es nicht zuletzt die Klimagesetze der EU, die zunehmende Belastungen für die Stahlindustrie darstellen.

In Linz beschäftigt voestalpine mehr als 10.000 Mitarbeiter. Der Wirtschaftsstandort Oberösterreich ist eng mit der Stahlproduktion verbunden ist. Sein Rückgang oder Verlust hätte verheerende Folgen für die heimische Wirtschaft. „Wird der voestalpine-Standort Linz geschlossen, verlieren wir tausende Arbeitsplätze. Steigt die Arbeitslosigkeit, sinkt die Kaufkraft und davon sind dann auch andere Wirtschaftsbranchen betroffen“, betont der freiheitliche Landeshauptmann-Stellvertreter Manfred Haimbuchner.