Regierung redet steigende Arbeitslosigkeit klein

Die Arbeitslosigkeit im Land ist weiterhin im Steigen begriffen. Ende Dezember gab es in Österreich bereits mehr als 10 Prozent Beschäftigungslose und die Lage dürfte sich noch länger nicht beruhigen. Die Bürger leiden damit unter der prozentuell höchsten Arbeitslosigkeit seit 1952. Die schwarz-rote Koalition im Bund bzw. die schwarz-grüne Koalition in Oberösterreich versuchen allerdings zu beruhigen und reden das Problem klein. Schließlich sei ja die Lage noch nicht so schlimm wie in anderen europäischen Ländern. Als ob es einem Arbeitslosen helfen würde, wenn in anderen Ländern noch mehr Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren. Beim Begleichen seiner Kreditrate oder Miete und der Versorgung seiner Familie wird ihm dieses Wissen nicht helfen.

Kolumne „Ohne Maulkorb“

Die gestiegene Arbeitslosigkeit hat viele Gründe und davon sind einige hausgemacht. Wenn man will, dass die Betriebe wieder mehr Menschen einstellen, dann muss man auch die entsprechenden Rahmenbedingungen für die Wirtschaft schaffen. Die Lohnnebenkosten gehören gesenkt, überzogene Regulierungen abgeschafft und der Zuzug von Migranten in den Arbeitsmarkt gestoppt. Darüber hinaus muss man die bisherigen Maßnahmen zur Senkung der Arbeitslosigkeit kritisch hinterfragen. Es werden zwar bedeutende Mittel in die Sicherung des Arbeitsmarktes investiert, allerdings scheint der Erfolg recht gering zu sein.