Rettungsgasse für „Notfall“ Gesundheit

Das massive Problem des Ärztemangels nimmt die FPÖ zum Anlass, um eine Rettungsgasse für den „Notfall“ Gesundheit einzufordern. Spitalsärzte seien demotiviert und überarbeitet, junge Ärzte wandern ins Ausland ab und mit der bevorstehenden Pensionsierungswelle bei Landärzten drohe ein Aussterben der medizinschen Versorung am Land.

Kritik üben FPÖ-Landesparteiobmann Manfred Haimbuchner und FPÖ-Gesundheitssprecherin Brigitte Povysil konkret an der stagnierenden Bundesgesundheitsreform. „Die Bevölkerungsentwicklung – immer mehr alte und immer weniger junge Menschen – verspricht kaum Hoffnung auf Besserung“, so die beiden FPÖ-Politiker in einer gemeinsamen Pressekonferenz. Rund 600 von 1.400 Jungmediziner verlassen nach abgeschlossener Ausbildung Österreich und ziehen nach Deutschland oder in die Schweiz, weil dort Einkommen und Arbeitsbedingungen besser sind.

Primaria Povysil schlägt ein Maßnahmenpaket vor: So soll es etwa Lehrpraxen für angehende Landärzte geben. Aber auch eine Starthilfe für Mediziner nach Schweizer Vorbild und die Bildung von „akzeptablen Gruppenpraxen“, wo Ärzte Mediziner aus anderen Disziplinen anstellen können, könnten die Situation verbessern. „Viel zu lang sind auch die Arbeitszeiten“, berichtet die Medizinerin von „30 oder mehr Arbeitsstunden ohne Unterbrechung.“ Für die Freiheitlichen sind 25 Stunden genug. Wenn in anderen uns umgebenden Ländern eine Finanzierungsmöglichkeit geschaffen wird, dann sollte in Österreich eine Form der Struktur-, Verwaltungs- und Organisationsreform endlich angegangen werden, fordert die Gesundheitssprecherin der FPÖ Oberösterreich.