Rieder Aschermittwoch 2015: „Das wird das Jahr der FPÖ“

In der bis auf den letzten Platz gefüllten Rieder Jahnturnhalle gab es beim traditionellen politischen Aschermittwoch der Freiheitlichen von Landeschef Manfred Haimbuchner eine klare Kampfansage in Richtung SPÖ: „Das wird das Jahr der FPÖ. Die Genossen in Oberösterreich werden ihr blaues Wunder erleben. Im Herbst besteht die Möglichkeit, Hausverstand und Normalität zu wählen. Das wird das Jahr der FPÖ in Oberösterreich“, zeigte sich Haimbuchner davon überzeugt, dass im Herbst die Freiheitlichen die politische Landschaft umgestalten und zur zweitstärksten Kraft werden. Zum Hausverstand gehöre für ihn auch, „dass Ausländer, die sich nicht anpassen, keine Sozialleistungen erhalten“.

„Wir hatten in Europa noch nie ein Problem mit der Willkommenskultur. Gastarbeiter sind geschätzt und integriert. Flüchtlinge wurden immer aufgenommen. Wir haben in Europa ein ganz anderes Problem: bei uns gibt es eine fehlende Abschiedskultur, die nötig ist, all jene wieder zurück zu schicken, die Gewalt ausüben, straffällig werden und Integration verweigern“, kritisierte Haimbuchner und hatte in Richtung Linke eine klare Botschaft: „Sie sagen immer wieder, der Islamismus habe nichts mit dem Islam zu tun. Naja und der Alkoholismus hat mit Alkohol ja auch nichts zu tun.“ Auch die ÖVP bekam in der Rieder Jahnturnhalle ihr Fett ab. „In Oberösterreich wird von der ÖVP am Sonntag der Trachtenanzug bemüht. Montags stimmt man dann in Wien für die Adoption von Kindern für homosexuelle Paare. Das ist die Doppelbödigkeit der ÖVP“, so Haimbuchner. Sexualität sei für ihn Privatsache, bei der Adoption von Kindern für gleichgeschlechtliche Paare „höre sich für ihn aber der Spaß auf“.

Für Integrationsverweigerer mahnte Haimbuchner längst überfällige Sanktionen ein: „Wer nicht bereit ist, sich unserer Gesellschaft anzupassen, muss Sanktionen verspüren. Wer nicht bereit ist, die deutsche Sprache zu erlernen, braucht keine Sozialwohnung zu erhalten. Wer seine Kinder nicht in die Schule schickt, dem gehört die Familienbeihilfe gestrichen.“

HC Strache: „Islamismus ist neuer Faschismus“

FPÖ-Chef HC Strache fand in seiner Rede klare Worte zum radikalen Islam: „Der Islamismus ist der neue Faschismus, gegen den man Widerstand leisten muss.“ Dschihadisten soll aus freiheitlicher Sicht die Staatsbürgerschaft entzogen werden, kritisierte der Bundesparteiobmann die lasche Haltung der Bundesregierung. „Wenn man meint, wie ÖVP und SPÖ sagen, der Islam gehört zu Österreich, dann, sage ich, ist das derselbe Schwachsinn, wie wenn man behauptet, die Griechen und Portugiesen gehören in eine Hartwährungszone. Liebe Freunde, der Islam ist kein Teil Österreichs.“

Auch eine Empfehlung für Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) hatte Strache parat: „Er könnte doch mit dem Lied ‚Muss i denn zum Kanzleramt hinaus‘ beim Song Contest antreten.“ Sein Parteikollege und Wiener Bürgermeister Michael Häupl habe den von ihm geheim gehaltenen Wahltermin „bei den vielen Spritzern, die der so intus hat, schon längst wieder vergessen“. Der ÖVP attestierte HC Strache veborgene Talente: „Wenn ich mir die Versorgungsposten von Josef Pröll, Michael Spindelegger oder Claudia Bandion-Ortner ansehe, dann muss ich schon sagen, die ÖVP vermittelt bessere Jobs als das AMS.“

Kurios sei für den freiheitlichen Bundesparteiobmann die rege Diskussion über die Bundeshymne bei der Ski-WM in den USA gewesen: „Da gewinnen unsere Ski-Asse bei der WM eine Medaille nach der anderen, aber in Österreich wird darüber diskutiert, warum dort die alte, also die richtige Fassung unserer Hymne gesungen wird. Und da wundern wir uns, dass unsere Regierung keiner ernstnimmt?“

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