Schulvortrag: Hat ein Grün-Politiker die FPÖ mit dem IS verglichen?

Der freiheitliche Nationalratsabgeordnete Roman Haider hat am Donnerstag an einer Linzer Schule dafür gesorgt, dass ein Vortrag eines Grün-Politikers über Extremismus und demokratiefeindliche Bewegungen durch den Direktor abgebrochen wurde.

Der Welser Grün-Politiker Thomas Rammerstorfer referierte vor 70 Schülern der 8. Klasse des BORG Honauerstraße über aktuelle Erscheinungsformen von Extremismus: Salafisten, Staatsverweigerer, Graue Wölfe – und auch Burschenschaften und die FPÖ. Dabei, so heißt es, sollen die Freiheitlichen unter anderem mit der Terrororganisation Islamischer Staat in Verbindung gebracht worden sein.

„Mein Sohn hat mir per WhatsApp Bilder der Folien des Vortrags geschickt“, sagt Haider. In diesen Unterlagen sei die FPÖ mit Extremismus in Zusammenhang gebracht worden, berichtet er. „Ich bin nicht nur als Politiker, sondern auch als gewählter Elternvertreter im Schulgemeinschaftsausschuss aktiv geworden.“ Es seine eine Frechheit, so der FPÖ-Abgeordnete, „eine Nationalratspartei mit Extremismus in Zusammenhang zu bringen. Extremismus bedeutet, Demokratie abzulehnen. Das lasse ich mir nicht unterstellen. Solche Ansichten haben an einer Schule nichts verloren.“

Rammerstorfer, der auch Vorstand der „Antifa Wels“ ist und bestens im kommunistischen Milieu vernetzt ist, verteidigt hingegen seinen Vortrag. „Die FPÖ kommt im Vortrag nur sehr am Rande vor und wird geschichtlich korrekt dargestellt. Ich habe niemals die Freiheitlichen mit Terrorismus gleichgesetzt“, sagt er gegenüber den „Oberösterreichischen Nachrichten“.

Das lässt Landesschulratspräsident Fritz Enzenhofer aber nicht gelten: „Wenn es im Titel des Vortrags um Extremismus geht und dann ständig die FPÖ erwähnt wird, ist das zumindest suggestiv“, so Enzenhofer.