Somalischer Verbrecher narrte Behörden – FPÖ für Fingerabdruck-Abgleich

Ein 39 Jahre alter Somalier, der im Vorjahr seine Ehefrau in Schweden mit einer Axt angegriffen hatte, wurde jetzt in Wien festgenommen.

Der mutmaßliche Täter tauchte nach der Bluttat unter – und in Österreich knapp einen Monat später, im Juli 2016, als Flüchtling wieder auf. Ohne Papiere, dafür mit neuem Geburtsdatum und Alter.

Er sei aus Angst um sein Leben über das Mittelmeer nach Europa geflohen, seine Papiere wurden ihm weggenommen. Diese Märchengeschichte tischte er den heimischen Asylbeamten auf. So erhielt der dringend Tatverdächtige im Jänner einen positiven Asylbescheid und eine Grundversorgungswohnung in Wien-Favoriten.

Warum der Somalier die Behörden so lange an der Nase herumführen konnte? Die Fingerabdrücke vom Tatort waren wertlos, weil der Mann in Schweden in keinem Asylverfahren war.

Außerdem dürfen Fingerabdrücke laut einer EU-Bestimmung nicht mit der internationalen Datenbank für Straftäter abgeglichen werden, weil ein Flüchtling nicht kriminalisiert oder vorverurteilt werden darf.

Diese Regelung kritisiert Oberösterreichs FPÖ-Klubobmann Herwig Mahr auf das Schärfste. „Es darf nicht möglich sein, unser Rechtssystem auszutricksen. Der Schwerverbrecher war in unmittelbarer Griffweite unserer Behörden“, empört sich Mahr. Wenn es nach dem blauen Klubchef geht, „muss es in Zeiten der Massenwanderung und steigender Kriminalität selbstverständlich sein, sämtliche Fingerabdrücke international abzugleichen.“