Sozialsprecherin LAbg. Wall fordert: Eigene Leute für Pflegeberuf gewinnen

Nach langjähriger FPÖ-Forderung jetzt Landtagsbeschluss zur Schaffung einer Pflegeausbildung für Pflichtschulabgänger in Form einer sog. „Pflegelehre“

Die aktuell 80.000 pflegebedürftigen Personen in Oberösterreich werden im Jahr 2035 auf über 110.000 steigen. Bereits jetzt kämpfen wir mit knappen Personalressourcen. „So sind die 400 leerstehenden Betten in den oö. Alten- und Pflegeheimen nicht nur die Folge des zu großzügigen Ausbaus der vergangenen Jahre, sondern auch auf das fehlende Pflegepersonal zurückzuführen“, zeigt die freiheitliche Sozialsprecherin, LAbg. Ulrike Wall auf. „Um zu verhindern, dass aufgrund des Personalnotstandes bzw. der Überlastung der vorhandenen Pflegekräfte in absehbarer Zukunft die Qualität der Langzeitpflege gefährdet wird, bedarf es ein Bündel an Maßnahmen“, ist Wall überzeugt.

Dabei spielen attraktive Ausbildungsangebote eine wesentliche Rolle. „Es wäre fahrlässig, auf den anhaltenden Zustrom osteuropäischer Pflegekräfte zu vertrauen“, sagt Wall und fordert: „Österreich muss eigene Leute für den Pflegeberuf gewinnen, insbesondere auch Pflichtschulabgänger. Deshalb fordert die FPÖ seit Jahren die Schaffung einer sog. ‚Pflegelehre‘. Dadurch soll die Lücke zwischen Pflichtschulabgang und dem aktuell frühestmöglichen Ausbildungsbeginn mit 17 Jahren geschlossen werden“, erklärt Wall.

„Wir müssen alle Ressourcen nützen, um die bevorstehenden Herausforderungen zu bewältigen, um die gute Qualität in der Pflege aufrechtzuerhalten. Eine dieser Ressourcen sind die Pflichtschulabgänger – und da fehlt das entsprechende Ausbildungsangebot. Das muss sich ändern. Ich hoffe, die Verantwortlichen auf Bundesebene erkennen das auch endlich und setzen die notwendigen Schritte“, so Wall abschließend.