SPÖ jetzt doch dafür: Videoüberwachung in Linzer „Öffis“ kommt

Lange war der Linzer Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) gegen eine Videoüberwachung in öffentlichen Verkehrsmitteln. Die vielen Übergriffe in letzter Zeit haben ihn und seine Partei jedoch zu einem Umdenken bewegt.

Am Montagabend diskutierte Luger mit rund 150 SPÖ-Funktionären über Sicherheit, persönliche Freiheit und Kameras in öffentlichen Verkehrsmitteln. Ergebnis: „Die große Mehrheit folgt dem Vorschlag des Bürgermeisters, die bisherige Haltung zu überdenken und eine datenschutzrechtlich abgesicherte Videoaufzeichnung in den Straßenbahnen und Bussen künftig zu ermöglichen.“ Die Überwachung sei ihm „kein Herzensanliegen“, aber man wolle das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung heben, begründet Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) den Schwenk.

Die FPÖ fühlt sich durch diesen Sinneswandel bestätigt. Vizebürgermeister Detlef Wimmer (FPÖ) zeigt sich erfreut: „Jetzt geht es darum, keine Alibi-Lösung, sondern eine optimale Umsetzung zu erreichen.“ Dann sei er auch überzeugt, dass „ein Fortschritt für die Sicherheit der Menschen“ gelingen werde.