Stadtplaner sehen Zukunft von Wels „eindeutig migrantisch“

In Wels wird derzeit das neue örtliche Entwicklungskonzept für den Zeitraum 2015 bis 2025 erarbeitet. Darin heißt es unter anderem wörtlich, dass „die Zukunft von Wels eindeutig migrantisch“ sein werde. Viele Menschen würden ins Umland übersiedeln, ein Bevölkerungszuwachs sei nur aus der „internationalen Zuwanderung“ zu erwarten. Außerdem werden die Errichtung eines islamischen Friedhofs sowie die Sonderwidmung von Grundstücken für die Errichtung von Moscheen angedacht. Ausgearbeitet wurde das Konzept von den Stadtplanern unter der Führung von Vizebürgermeister Peter Lehner (ÖVP), der für die Raumordnung zuständig ist.

Beim freiheitlichen Vizebürgermeister Andreas Rabl schrillen angesichts solcher Formulierungen und Vorhaben die Alarmglocken. „Die FPÖ kann sich nicht damit abfinden, die Zukunft von Wels als eindeutig migrantisch zu bezeichnen. Einem Zuzug von Inländern aus dem Umland ist der Vorrang zu geben gegenüber einer internationalen Zuwanderung“, stellt Rabl fest. Dies könne durch eine Beschränkung des Ausländergrundverkehrs und durch eine selektive Wohnungszuweisung erreicht werden. Außerdem fordere die FPÖ leistbares Bauland für Welser Jungfamilien. Dem Entwicklungskonzept werde man in dieser Form jedenfalls keine Zustimmung erteilen, so Rabl.