Steigende Arbeitslosigkeit durch Asyl und Zuwanderung

Asylkrise und EU-Ostöffnung haben eindeutig negative Auswirkungen auf den heimischen Arbeitsmarkt. Die EU-Kommission rechnet in ihrer Winterprognose für Österreich mit einem weiteren Anstieg der ohnehin schon hohen Arbeitslosigkeit. Für 2018 wird eine Arbeitslosenrate von 6,2 Prozent prognostiziert. Das wären deutlich mehr als eine halbe Million Menschen ohne Job. 2015 betrug die Arbeitslosenrate noch 5,7 Prozent.

Das Arbeitskräfteangebot sei durch die starke Zuwanderung aus anderen EU-Ländern und durch die steigende Zahl anerkannter Asylwerber merklich gestiegen, erklärt die EU-Kommission. Obwohl die Beschäftigung zunehme, könne die österreichische Wirtschaft das steigende Arbeitskräfteangebot nicht völlig aufnehmen, weshalb die Arbeitslosenrate weiter steigen werde.

Der Landesparteiobmann der FPÖ Oberösterreich, Landeshauptmann-Stellvertreter Manfred Haimbuchner, fordert angesichts der alarmierenden Prognose von Sozialminister Alois Stöger (SPÖ) wiederholt einen sektoralen Stopp des Zugangs zum Arbeitsmarkt für Nichtösterreicher. „Österreicher müssen am Arbeitsmarkt Vorrang haben“, so Haimbuchner. Außerdem will der FPÖ-Politiker Drittstaatsangehörige nach einer längeren Dauer der Arbeitslosigkeit ausweisen. „Wir fahren sonst ungebremst unser derzeit noch funktionierendes Sozialsystem an die Wand.“

Wachsende Zahl an arbeitslosen Asylberechtigten

Bedingt durch den vermehrten Zuzug steigt die Arbeitslosigkeit auch bei den Asylberechtigten. Im Jänner 2017 waren insgesamt 28.720 Asylberechtigte und subsidiär Schutzberechtigte beim AMS arbeitslos gemeldet oder in Schulung, um 7.145 oder 33,1 Prozent mehr als im Jänner des Vorjahres. In Oberösterreich waren Ende Jänner 2017 1.681 Asylberechtigte arbeitslos gemeldet, 1.036 Schutzberechtigte befanden sich in Schulung.