Stift Steyr-Gleink wird Asylquartier

25 Asylwerber werden demnächst Quartier im ehemaligen Stift Gleink in Steyr beziehen. Betreut werden sollen sie von der Caritas. Die Diözese Linz hatte das Gebäude dem Land Oberösterreich als Unterkunft für Flüchtlinge angeboten. Bis 2009 war dort das Sozialpädagogische Zentrum der Caritas untergebracht, in dem zuletzt 43 Jugendliche gewohnt hatten. „Wir werden die Entscheidung positiv begleiten, wie wir es auch in den anderen Fällen von Aufnahme von Asylwerbern immer getan haben“, erklärt Bürgermeister Gerald Hackl (SPÖ) gegenüber den Oberösterreichischen Nachrichten.

Gegen das Vorhaben stellt sich der Steyrer Nationalratsabgeordnete Gerhard Deimek von der FPÖ. Das Los vieler Menschen im Nahen Osten sei sehr schwer, aber Österreich könne kein „Welt-Asylheim“ sein. „Warum werden die Flüchtlinge nicht in sicheren Drittstaaten untergebracht“, fordert Deimek ein Umdenken in der heimischen Flüchtlingspolitik. Ihn stört besonders, dass in Steyr nun schon das vierte Asylquartier etabliert wird. „Wir haben unseren Beitrag bereits geleistet“, meint Deimek.

In der drittgrößten Stadt Oberösterreichs sind aktuell 104 Asylwerber, vorwiegend Tschetschenen, untergebracht: 44 Asylwerber werden vom Roten Kreuz bereits seit zehn Jahren im ehemaligen Gasthaus Hartlieb in Dornach (Stadtteil Gleink) betreut. Die Volkshilfe betreut 32 Asylwerber im ehemaligen Gasthaus Maradonna (Stadtteil Münichholz) sowie 28 Asylwerber in Unterhimmel (Stadtteil Christkindl).