Teurer Schulbeginn: FPÖ will Familien entlasten

Am Montag enden in Oberösterreich die Ferien. Der Schulbeginn bedeutet für viele Eltern eine enorme finanzielle Herausforderung, wenn es um die Einkäufe der nötigen Schulartikel geht. „Hat eine Familie mehrere schulpflichtige Kinder, kommt es zu einer gewaltigen Belastung des Familienbudgets“, so FPÖ-Familiensprecherin Ulrike Wall. Oberösterreichs Eltern geben pro Schuljahr und Haushalt im Durchschnitt rund 2.500 Euro aus, pro Schulkind sind das durchschnittlich rund 1.350 Euro. Diese Zahlen hat die Arbeiterkammer erhoben. Weitere Hürden stellen kostspielige Sport- und Sprachwochen dar.

Damit nicht nur die Schule wieder leistbar wird, fordert die FPÖ seit langem ein familiengerechtes Steuersystem. „Es kann doch nicht sein, dass der 2.000-Euro-Lohn eines Vaters, der eine vierköpfige Familien zu versorgen hat, beinahe so hoch besteuert wird wie das Einkommen eines Alleinstehenden ohne Unterhaltsverpflichtungen“, argumentiert Wall. Das französische Modell, wo insbesondere Mehrkinderfamilien vom Fiskus verschont werden, wäre für die FPÖ-Politikerin auch hierzulande denkbar.

Teuerung frisst Erhöhung der Familienbeihilfe auf

Auch die Familienbeihilfe muss aus Sicht von Wall erhöht werden. Immerhin habe sich diese im heurigen Jahr infolge der Teuerung sogar verringert. „Seit Juli erhalten Eltern für ein neunjähriges Kind bescheidene 27 Euro im Jahr mehr. Das reicht nicht einmal aus, um die heuer erhöhte motorbezogene Versicherungssteuer eines Pkw mit 90 PS zu bezahlen“, rechnet Wall vor.

Sie fordert ÖVP-Familienministerin Sophie Karmasin auf, „sich nicht mit Randgruppenthemen, wie etwa die Ausweitung von Homosexuellenrechten, zu verzetteln, sondern dafür zu sorgen, dass unsere Familien nicht in die Armut abgleiten oder sie wegen drohendem Wohlstandsverlust ganz auf Nachwuchs verzichten“.