Trotz Rekordarbeitslosigkeit: Arbeitserlaubnis für Asylwerber

Die Zahl der Arbeitslosen nimmt weiter zu: Ende November sind mit 430.107 Menschen um 5,6 Prozent mehr Personen in Österreich arbeitslos gewesen, als im Vorjahresmonat. Explodiert ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen. Sie stieg nach Angaben des AMS um 191 Prozent, was einer Verdreifachung entspricht. In Oberösterreich waren Ende November 39.680 Menschen ohne Job. Das sind um 3.500 mehr als noch im November 2014. Dazu kommen noch einmal über 10.000 Personen, die derzeit eine Schulung absolvieren.

Die angespannte Situation auf dem österreichischen Arbeitsmarkt könnte sich durch eine Öffnung für Asylwerber noch zusätzlich verschärfen. Zuletzt sprachen sich Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) und Integrations-Landesrat Rudi Anschober von den Grünen für eine Arbeitserlaubnis von Asylwerbern aus.

FPÖ-Landesparteiobmann Manfred Haimbuchner kritisiert diese Forderung: „Der Arbeitsmarkt kann bei dieser Rekordarbeitslosigkeit nicht zusätzlich zehntausende Asylwerber mit Arbeitserlaubnis verkraften.“ Laut AMS hätten gut zwei Drittel der syrischen Asylwerber und mehr als 90 Prozent der Afghanen nur eine Pflichtschulbildung. „Es ist daher anzuzweifeln, dass wirklich die benötigten Fachkräfte nach Österreich kommen“, so Haimbuchner.

Statt einer Öffnung fordert Haimbuchner umfassende Reformen, um die Konjunktur wieder anzukurbeln: „Wir brauchen mit Sicherheit keine zusätzliche Öffnung des ohnehin schon angespannten Arbeitsmarktes. Vielmehr muss es endlich gelingen, die Wirtschaft anzukurbeln. Nur so kann es gelingen, Arbeitsplätze zu sichern und neue zu schaffen. Dazu braucht es endlich den Mut, wirkliche Reformen anzugehen, um den Konjunkturmotor endlich zu starten.“