TV-Duell: „Drei gegen Haimbuchner“ beim Asylthema

Die Angst von ÖVP, SPÖ und Grünen, bei der Landtagswahl am kommenden Sonntag massive Stimmeneinbußen verzeichnen zu müssen, spürten die Zuseher der ORF-Elefantenrunde auch zu Hause vor den Bildschirmen. Den Großteil der einstündigen Fernsehdiskussion am Sonntagvormittag füllten geballte Attacken der drei Spitzenkandidaten gegen FPÖ-Chef Manfred Haimbuchner – wenig überraschend das Asylthema betreffend. „Wenn meine Kollegen mich nicht hätten, hätten sie überhaupt kein Thema“, fasste Haimbuchner nach zehn Minuten zusammen.

In der Sache selbst zeigten sich die Angreifer allerdings farblos. ÖVP-Landeshauptmann Josef Pühringer erneuerte seine von der FPÖ übernommenen Forderungen nach schnellen Asylverfahren und Abschiebungen im Falle des Wegfalls des Asylgrundes. FPÖ-Landesparteiobmann Haimbuchner konterte: „Sie stellen uns als Hetzer hin, in Wahrheit übernehmen Sie unsere Anträge.“ Zudem stellte er fest: „Niemand geht nach Hause, die Menschen sind gekommen, um zu bleiben.“ Bevor man nicht generell schnellere Asylverfahren eingeführt habe, brauche man die Asylwerber gar nicht erst zu integrieren. Generell müsse es in der Asyldebatte mehr Hausverstand und weniger Symbolpolitik geben.

Auch Grünen-Chef Rudi Anschober war angesichts der zunehmenden Zuspitzung der Lage an Österreichs Grenzen überfordert und konnte bis auf Angriffe gegen den freiheitlichen Spitzenkandidaten nur den Willen zur Integration der Asylwerber bekunden. Das stieß bei Haimbuchner verständlicherweise auf Kritik: „Der Kollege Anschober ist wie immer der Hohepriester der Intoleranz wenn es gegen die FPÖ geht.“

Abseits der Asylthematik ging es dann aber auch noch um andere Landesthemen. Haimbuchner forderte eine „positive Einstellung zu Industrie“ und legte ein Bekenntnis zum Gymnasium ab. Den Landesschulrat wolle er abschaffen.