Umfrage: Mehrheit hält Integration für „nicht gelungen“

Sechs von zehn Oberösterreichern sagen, dass die Integration von Zuwanderern nicht gelungen ist. Das zeigt eine aktuelle Umfrage im Auftrag der FPÖ Oberösterreich. Der freiheitliche Landesparteiobmann Manfred Haimbuchner hält aufgrund der Umfrage-Ergebnisse „die Politik von SPÖ und ÖVP für gescheitert“.

Bei der Umfrage Anfang Jänner wurden 731 wahlberechtigte Oberösterreicher befragt. Dabei gaben 61 Prozent an, dass die Integration von Zuwanderern im Großen und Ganzen nicht gelungen ist. 84 Prozent, also eine überwiegende Mehrheit, ist dafür, dass der Erhalt von sozialen Leistungen für Zuwanderer von deren Bereitschaft zur Integration abhängig gemacht werden sollte. Und 51 Prozent der Befragten sprechen sich dafür aus, dass Integrationsmaßnahmen wie Deutschkurse ausgeweitet werden sollen.

Schnelle Abschiebung von Scheinasylanten

Der FPÖ-Landeschef verweist darauf, dass allein im Jänner fast 4.000 Asylanträge in Österreich gestellt wurden. Das ist ein Anstieg um 161 Prozent im Vergleich zum Jänner des Vorjahres. „Das zeigt: Das Schengenabkommen, zuständig für die Kontrolle der EU-Grenzen, funktioniert nicht“, kritisiert Haimbuchner und fordert erneut Asylschnellverfahren zur Abschiebung von Scheinasylanten. Immerhin wurden im Jahr 2013 von 17.503 Asylanträgen lediglich 24 Prozent positiv entschieden.

Familienbeihilfe entziehen

Einmal mehr fordert Haimbuchner auch, „Zuwanderer-Eltern, deren Kinder notorische der Schule fern bleiben, die Familienbeihilfe zu entziehen“. Und jene Drittstaatsangehörige, aber auch EU-Bürger, die längere Zeit arbeitslos sind, sollen ausgewiesen werden. Generell sei zu erkennen, dass die Bürger punkto dem Thema Asyl gesättigt sind. „Immerhin sagen 78 Prozent, dass der Beitrag Österreichs zur Versorgung von Asylwerbern ausreichend bzw. übermäßig ist“, so Haimbuchner.