Unsere Stadt und unsere Regeln. Schwer verständlich?

Übt jemand aus der FPÖ berechtigte Kritik an der Regierung, bezeichnen ihn gewisse Gutmenschen als „nicht konstruktiv“ und „umstritten“. Denn die FPÖ könne ja nur „Opposition“ machen. Bringen die Freiheitlichen dann Lösungsvorschläge und Programme in die Debatte ein, dann werden sie von eben diesen Leuten noch weniger verstanden.

Kolumne „Ohne Maulkorb“

Aktuell hängen in Linz die Plakate „Unsere Stadt. Unsere Regeln.“ Untertitel: „Damit Linz Heimat bleibt.“ Just kommen die spöttischen Fragen: Wessen Stadt ist hier gemeint? Und wen will man hier schon wieder ausschließen? Dass das sinnerfassende Lesen von acht Wörtern in der Volksschule sitzen müsste, sei hier nur am Rande erwähnt, da den entsprechenden Kommentatoren bewusste Polemik unterstellt werden muss. Natürlich ist die Stadt der Linzerinnen und Linzer gemeint. Jene Linzer, die diese Stadt als ihre Heimat begreifen wollen und können. Und daraus ergibt sich, dass Linz eben so wenig die Stadt der Casino-Spekulanten wie die Stadt der ausländischen Berufsstraftäter ist.

Auf noch größeres Unverständnis bei diesen Herrschaften stößt das „Linzer Programm“ der FPÖ: Fünf Regeln für ein geordnetes Zusammenleben. 1.) Respekt 2.) Deutsch 3.) Gerechtigkeit 4.) Gegen Radikalismus und 5.) Ausschaffung. Und da geht’s dann los: „Wie soll man das überprüfen, ob sich jemand anpasst?“ – „Wer entscheidet, ob jemand genügend Deutsch kann?“ Gerade manche Journalisten wollen einfach nicht verstehen, dass die unkontrollierte Massenzuwanderung der letzten Jahre dringend Regeln benötigt, weil wir sonst im Chaos versinken. Und auch beim ORF hat man etwas falsch verstanden, wen es in einem Bericht heißt: „Bei Ausländern, die in Österreich mehrfach Straftaten begangen haben, kann sich Wimmer auch vorstellen, dass diese finanzielle Angebote erhalten, wenn sie in ihre Heimatländer zurückkehren.“ So wurde das nämlich nie gesagt. Ausländer, denen es in Österreich offensichtlich nicht gefällt und die somit jeden Respekt vor dem Gastland vermissen lassen, stehe es frei, dieses Land jederzeit wieder zu verlassen. Eine solche Heimreise ist zu begrüßen und allenfalls zu unterstützen. Ausländische Serienstraftäter haben in Österreich ohnehin nichts verloren – die gehören abgeschoben, ohne finanziellen Anreiz versteht sich.