NAbg. Neubauer: Weiterer dramatischer Anstieg der Arbeitslosenzahlen kommt ausschließlich für Sozialminister Hundstsorfer überraschend

25 % Zunahme bei älteren Arbeitnehmern ist inakzeptabel!

„Mit 440.843 arbeitslosen Personen ist ein Anstieg der Arbeitslosen gegenüber dem Vorjahr von 9,3 % in Österreich zu verzeichnen. So alarmierend diese Zahlen auch sind, sind sie doch wenig überraschend, da der Sozialminister ja untätig der ungezügelten Überschwemmung des Arbeitsmarktes mit Billigarbeitskräften aus dem Osten zusieht. Seit Jahren prognostiziert er allmonatlichen bei der Veröffentlichung der aktuellen Arbeitsmarktdaten, dass eine Besserung in Sicht sei, während die Zahlen aber genau das Gegenteil von dem gehalten haben, was Hundstorfer versprochen hatte. Der Bundesminister wird ebenso wenig müde, uns jeden Monat aufs Neue aufzutischen, dass Österreich im europäischen Vergleich die geringste Arbeitslosenquote aufweist. Mit anderen Worten: „Regt’s euch ab, woanders geht’s noch mehr bergab!“. Dies ist ein Schlag ins Gesicht für jene Arbeitsuchenden in diesem Land, denen diese Durchhalteparolen schwere finanzielle Einbußen und den Familienangehörigen oftmals schwierige soziale Zustände bereiten“, so heute der freiheitliche Seniorensprecher NAbg. Werner Neubauer in einer Stellungnahme zu den aktuellen Arbeitslosenzahlen.

Besonderes Augenmerk legt Neubauer dabei auf den stets über dem Durchschnitt liegenden Anstieg der älteren Arbeitslosen. So war bei den über 50jährigen ein Anstieg von 20,3 Prozent zu verzeichnet. Dramatisch stellt sich die Lage in der Gruppe von 55 bis 59 Jahren mit 25,8 Prozent dar, wobei hier verhältnismäßig stärker die Frauen (33,1 %) betroffen sind. Diese Entwicklung sollte uns für die kommende Anhebung des Frauenpensionsalters zu denken geben.

„Es lohnt aber auch eine nähere Betrachtung unter anderen  Merkmalen der Betroffenen: so waren vergleichsweise Personen mit abgeschlossenen Lehrausbildung am geringsten (6,5 %) von der steigenden Arbeitslosigkeit betroffen, jene mit akademischer Ausbildung am stärksten (16,7 %); Inländer (7,2 %) weniger als Ausländer (16,2 %), wobei auch hier wieder der Anstieg bei den Frauen wesentlich höher (24,6 %) ausfällt“, sagte Neubauer.

„Es ist bereits fünf nach zwölf und daher mehr als überfällig, endlich die österreichischen Arbeitnehmer auf dem Arbeitsmarkt zu bevorzugen. Besonders öffentliche Unternehmen, wie ÖBB und ASFINAG sind aufgerufen, ihre unverantwortlichen Geschäftspraktiken zu überdenken und verstärkt heimische Arbeitnehmer und Firmen zu beauftragen“, so Neubauer abschließend.