Weiterhin hohe Wohnbauleistung in Oberösterreich

Auch 2014 ist es gelungen, die Wohnbauleistung in Oberösterreich auf hohem Niveau zu halten. „Die Anzahl der Neubauten ist stabil und ein Garant dafür, dass Wohnungen leistbar bleiben“, zieht Wohnbaulandesrat Manfred Haimbuchner Bilanz. Zudem wirke dies auch kostendämpfend auf den privaten Sektor.

Haimbuchner zeigt auf, dass er im Baurecht bereits den größten Unfug aus der Welt schaffen konnte: „Allerlei unnötiger ‚Schnickschnack‘ aus dem Baurecht zwingt dazu, viel zu teuer zu bauen. Manchmal habe ich das Gefühl, dass Menschen ein Mercedes aufgezwungen wird, die eigentlich nur einen soliden Golf haben möchten – und auch nur den bezahlen wollen und können.“

Langfristiges Ziel ist es, pro Jahr den Bau von 2.500 Einfamilienhäusern zu fördern. Im Jahr 2014 wurden jedoch nur 1.901 Projekte gefördert, im Vergleich zum Vorjahr 2013 ein Rückgang um 10 Prozent. Ein Grund für die geringere Bautätigkeit sieht der Wohnbaureferent in der unsicheren Wirtschaftslage. „Die größte Rolle spielen die stark gestiegenen Grundstückpreise und Schwierigkeiten für Häuslbauer, mangels Bonität und Bereitschaft der Banken, Kredite zu bekommen. Dazu kommt, dass mit dem derzeit niedrigen Zinsniveau mehr Haushalte als früher auf die Förderung verzichten und frei finanziert bauen“, verweist Haimbuchner darauf, dass die Lage in Oberösterreich im Bundesländervergleich wesentlich besser ist.

Bei den Wohnungen gab es im vergangenen Jahr einen Anstieg um 12 Prozent auf 2.325 Einheiten. Bereits fertig ist das Bauprogramm für 2015 mit 2.403 Wohnungen. „Je früher wir diese Projekte angehen, umso schneller können wir die Konjunktur ankurbeln und wichtige Arbeitsplätze schaffen und sichern“, appelliert Haimbuchner an Gemeinden und Behörden, Verfahren rasch abzuwickeln.

„Ich werde weiterhin nicht zulassen, dass die Wohnungspreise durch die Decke gehen. Mit der Initiative ,Junges Wohnen’ erwarte ich mir auch eine spürbare Entlastung für Menschen unter 35. Ich freue mich, dass wir dieses Projekt parteiübergreifend umsetzen konnten. Die ersten Vorhaben sind bereits in Planung und schon bald darf ich Ihnen baureife Anlagen präsentieren“, so der FPÖ-Wohnbaulandesrat.

Wohnbau schafft Arbeitsplätze

Eine investierte Million Euro an Förderungsausgaben im Neubau schafft 60 Arbeitsplätze. Mit durchschnittlichen Förderungsausgaben von 365 Millionen Euro pro Jahr werden in Oberösterreich rund 21.900 Arbeitsplätze geschaffen bzw. gesichert. Im Bereich der Sanierung sichert eine Million an Förderungen 40 Arbeitsplätze. Somit werden hier mit den rund 197 Millionen Euro im Jahr in Oberösterreich rund 7.880 Arbeitsplätze geschaffen bzw. gesichert.