Weiterhin niedrige Geburtenrate

Als „Allheilmittel“ wurde bis dato der Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen gesehen, um die Geburtenrate anzuheben. Dieses Rezept greift offenbar jedoch nicht. Massiv war der Ausbau des Angebots in den letzten Jahren. Vor allem im städtischen Bereich ist das Angebot besonders hoch. Genau hier ist jedoch der größte Rückgang bei den Geburten zu verzeichnen. Zuwandererfamilien mit weit mehr Kindern verzichten auf Krippenplätze. Für FPÖ-Familiensprecherin Anneliese Kitzmüller Indiz dafür, „dass der sture weitere teure Ausbau der Fremdbetreuung keine wirkliche Trendumkehr bringen wird.“

Geld alleine wird die Geburtenzahlen auch nicht in die Höhe schnellen lassen. Trotzdem sollte das Realisieren eines vorhandenen Kinderwunsches nicht zu einem so drastischen Abstieg im Lebensstandard führen, wie das heute der Fall ist. Eltern sind gegenüber Kinderlosen steuerlich massiv diskriminiert.

Die realen Einkommen werden durch die kalte Progression inflationsbereinigt immer niedriger. Die Familienleistungen verlieren trotz angekündigter Mini-Anhebung jährlich an Wert. „Angesichts der dramatischen Ergebnisse der aktuellen Familienstudie des ‚Instituts für Familienforschung‘ wäre es daher höchst an der Zeit, die finanzielle Situation der Familien zu verbessern“, spricht sich Kitzmüller zu einer echten Inflationsanpassung der Familienleistungen aus. Zudem sei ein familienfreundliches Steuersystem nötig. Seit Jahren tritt die FPÖ für die Einführung eines Familiensteuer-Splittings nach französischem Vorbild ein Dabei wird die Anzahl der Personen, die von einem Haushaltseinkommen leben müssen, berücksichtigt. „Damit könnte man die derzeitige Diskriminierung gegenüber kinderlosen Steuerpflichtigen beseitigen“, so Kitzmüller.