Wels: Deutsch als Bedingung für eine Sozialwohnung

Seit 1. September müssen sich Wohnungssuchende in Wels in unserer Landessprache ausdrücken können, um eine Sozialwohnung von der Stadt zu erhalten. Durchgesetzt hat die neue Richtlinie der Welser Vizebürgermeister und Wohnbaureferent Andreas Rabl (FPÖ). Das Beherrschen der deutschen Sprache als Vergabekriterium für geförderte Wohnungen sei ein „K.-o.-Kriterium“. „Wer nicht ausreichend Deutsch spricht, hat keinen Anspruch auf eine geförderte Wohnung“, bekräftigt Rabl. Er sieht darin einen wichtigen Schritt für eine funktionierende Integration. Seit Monatsanfang hätten schon vier Wohnungswerber wegen unzureichender Deutschkenntnisse abgewiesen werden müssen. „Ich hab selbst erlebt, dass Wohnungswerber mit einem Dolmetscher angekommen sind“, erklärt der zuständige Wohnbaureferent.

Dass von wohnungssuchenden Drittstaatsangehörigen der Nachweis von Grundkenntnissen der deutschen Sprache verlangt wird, gilt seit Mai in ganz Oberösterreich. Wohnbaulandesrat Manfred Haimbuchner (FPÖ) gelang es, den Landesverband der gemeinnützigen Bauvereinigungen von der Sinnhaftigkeit einer solchen Maßnahme zu überzeugen. „Nur durchs Reden kommen die Leut z’samm. Wenn Bewohner nicht einmal die Hausordnung lesen können, entstehen zwangsläufig Probleme“, betont Haimbuchner. Fehlende Deutschkenntnisse seien häufig die Hauptursache bei Konflikten in Wohnhäusern: „Nur durch die Beherrschung einer gemeinsamen Sprache wird auch ein Miteinander verschiedener Volksgruppen und Kulturen ermöglicht.“