Wels finanzierte Schwarzfahren

Unter dem ehemaligen Welser Bürgermeister Peter Koits (SPÖ) wurden unter dem Deckmantel der Jugendhilfe zahlreiche Förderungen für Leistungen erteilt, die keinen erzieherischen Hintergrund aufwiesen. Nun zieht der blaue Bürgermeister Andreas Rabl einen Schlussstrich unter diese Politik.

Gefördert wurden unter anderem Zahnspangen, Reisepassverlängerungen, Strafen für Schwarzfahren ohne Führerschein, Tanzkurse und Moped-Führerscheine. Bezahlt wurden diese Förderungen durch die Steuerzahler. Dabei wurde keine Rücksicht auf die soziale Situation der geförderten Familien genommen. Familien, die sich selbst um das Wohl ihrer Kinder kümmerten, mussten daher mit finanziellen Nachteilen rechnen. Nun will die Stadt Wels Richtlinien erarbeiten, damit nicht weiter Eltern bestraft werden, die selbst die Verantwortung für ihre Kinder übernehmen. So soll die Finanzierbarkeit der Jugendhilfe aufrechterhalten werden.

Die freiheitliche Sozialreferentin Christa Raggl-Mühlberger betont, dass es selbstverständlich sei, „dass Kinder- und Jugendhilfe gewährt wird, wenn ein Mangel in der Ausübung der Erziehung und der Pflege der Eltern oder sonstiger Bezugspersonen vorliegt“. Dies sei jedoch objektiv zu prüfen, um eine effiziente Unterstützung zu gewährleisten.