Welser FPÖ-Bürgermeister Andreas Rabl wehrt Asylheim ab

In der Welser Hessenkaserne hätten schon im Mai bis zu 450 Asylwerber in einem Containerdorf untergebracht werden sollen. Aufgrund des Widerspruchs der Bevölkerung und der Verhandlungen des freiheitlichen Bürgermeister Andreas Rabl will das Innenministerium nun auf diese Pläne verzichten.

„Wir bleiben dabei: Keine neuen Asylquartiere für Wels! Wels erfüllt bereits jetzt die Flüchtlingsquote und weist einen hohen Ausländeranteil aus. Eine zusätzliche Belastung ist der Bevölkerung nicht zumutbar“, kommentiert FPÖ-Bürgermeister Andreas Rabl den Verhandlungserfolg.

Bereits seit mehreren Jahren bestehen Pläne, sowohl das Areal der Hessenkaserne als auch die ehemalige Frauenklinik in der Linzer Straße als Asylquartiere zu nutzen. Die FPÖ sprach sich seit Bekanntwerden dieser Pläne im Jahr 2014 klar gegen weitere Asylquartiere in Wels aus. Auch eine von den Freiheitlichen durchgeführte Unterschriftensammlung zeigte, dass die Welser in dieser Frage klar hinter der FPÖ stehen.

Während das Containerdorf in der Hessenkaserne nun verhindert werden konnte, will das Innenministerium sich jetzt auf ein Asylquartier in der ehemaligen Frauenklinik konzentrieren. Doch auch hier leistet die FPÖ Widerstand und will einen allfälligen Durchgriffsbescheid des Innenministeriums bis zum Verfassungsgerichtshof bekämpfen. In der Frauenklinik soll nach Plänen des Innenministeriums im Zuge einer Bundesbetreuungsstelle mindestens 100 Asylwerber untergebracht werden. Das Gelände und die Gebäude der ehemaligen Klinik sind nach Ansicht der Stadt Wels gänzlich ungeeignet für eine Unterbringung von Asylwerbern. „In einem Welser Erstaufnahmezentrum könnten eines Tages Zustände herrschen wie in Traiskirchen“, kritisiert Rabl.