Wenn der Brüsseler Amtsschimmel nachhaltig wiehert

Österreich ist ein EU-Musterschüler. Das ist hinlänglich bekannt. Auch beim jüngsten Streich aus den Brüsseler Tintenburgen leistet unser Land keinen Widerstand sondern bleibt braver Musterschüler. Es geht um die unsinnige EU-Lebensmittelverordnung. In Zukunft sollen Wirte in ihren Speisekarten Nährwert, allergene Stoffe, Herkunftsbezeichnung etc. genau auflisten müssen.

Heftige Kritik dazu kommt von FPÖ-Tourismussprecher Roman Haider. Er hält den bürokratischen Aufwand für die Wirte für existenzgefährdend, weil jede kleinste Änderung in der Zusammenstellung und in der Speisekarte genau dokumentiert werden soll. „Hier wiehert der Brüsseler Amtsschimmel nachhaltig und lähmend“, so Haider. Speisen sollen außerdem immer mit den selben Inhaltsstoffen zubereitet werden. „Das ist ein Anschlag auf unsere typischen und abwechslungsreichen Speisen. Österreich als Tourismusland mit seiner hohen Qualität in seiner heimischen Küche kann nur verlieren“, ist sich Haider sicher.

Besonders krass sind die angedrohten drakonischen Strafen von bis zu 50.000 Euro und im Wiederholungsfall sogar bis zu 100.000 Euro. Für den freiheitlichen Tourismussprecher „eine echte Verhöhnung der Gastronomen“. „Wir sollten der EU endlich klar zu verstehen geben, dass sie nicht alles mit uns machen kann. Noch mehr Bürden und Schikanen und noch mehr Vorschriften ertragen die mündigen Bürger nicht“, fordert Haider stattdessen die Gastronomie und den Tourismus als wesentlichen Wirtschaftszweig in Österreich stärker zu unterstützen.