Wieder deutlich mehr Arbeitslose im April

Die Arbeitslosigkeit in Österreich ist im April erneut gestiegen. Insgesamt 390.289 Personen waren Ende April entweder arbeitslos oder in Schulungen. Das waren um 10,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Oberösterreich verzeichnete im Bundesländervergleich den höchsten Anstieg. Hier gab es um 5.230 (18,3 Prozent) mehr beschäftigungslose Menschen als im April 2013. Vor allem in den Bereichen Handel, Produktion, Leiharbeit und Baugewerbe gebe es laut Arbeitsmarktservice (AMS) mehr Arbeitslose. Besonders drastisch ist der Zuwachs bei älteren Menschen. 33 Prozent mehr Menschen über 50 sind beim AMS gemeldet als 2013.

Für FPÖ-Landesparteiobmann Manfred Haimbuchner sind angesichts dieser alarmierenden Zahlen endlich tatkräftige Reaktionen und Maßnahmen seitens der Bundesregierung nötig: „Wann schrillen bei SPÖ und ÖVP die Alarmglocken? Wir haben eine Rekordarbeitslosigkeit und Faymann und Spindelegger sind im Dornröschenschlaf. Der Wirtschaftsstandort Österreich muss mit Entlastungen gesichert werden, wir brauchen rasch ein Impulsprogramm. Kommt es zu keinem Umdenken punkto Energiewende, Abgabenlast und Steuerdruck, dann wird dieser Negativtrend am Arbeitsmarkt nicht zu stoppen sein.“ Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) fordert er auf, rasch einen Standortgipfel einzuberufen. „Reformen und Tatkraft sind gefragt. Das sind wir den Menschen schuldig“, so der oberösterreichische FPÖ-Chef.

Laut Medienberichten hat die Arbeitslosigkeit bei Ausländern mit einem Plus von 22,7 Prozent besonders stark zugelegt. „Unser Sozialsystem wird ob der vielen Menschen ohne Beschäftigung massiv belastet. Wer in Mitteleuropa arbeiten will und kann, soll dies tun. Aber ich trete weiterhin für das Heimatlandprinzip ein“, so Haimbuchner. Konkret will der FPÖ-Obmann, dass arbeitslose Ausländer nur Anspruch auf Sozialleistungen aus ihrem Heimatland haben sollen. Denn bereits nach kurzer Zeit der Beschäftigung in Österreich haben ausländische Staatsbürger Anspruch auf das österreichische Arbeitslosengeld, da hierzulande das Wohnlandprinzip gilt. Außerdem sollten EU-Bürger und Drittstaatsangehörige nach längerer Dauer der Arbeitslosigkeit „wieder ausreisen“.