Wohnbau: Kostenbremse kommt

Hochwertige Ausstattung wie begrünte Dächer, Wand- und Deckenanstrich in Keller und Tiefgarage, bedruckte Glasfronten bei Loggien, durchgehend verglaste Laubengänge oder Metallfassaden – all diese Dinge verursachen Mehrkosten beim Wohnbau. Landesrat Manfred Haimbuchner will den sozialen Wohnbau jetzt wirtschaftlicher machen und hat deshalb einen Standardausstattungskatalog präsentiert. Damit sollen Baukosten eingedämmt werden. „Es ist schwierig, kostendeckende Wohnungen zu errichten, weil die Entwicklung der Baukosten und die Wohnbauförderungen weit auseinander klaffen“, so der freiheitliche Wohnbaureferent.

Erarbeitet wurden zwölf Empfehlungen und 32 Pflichtvorgaben. Gelten sollen diese ab 1. Jänner 2015 für alle Wohnbauträger im sozialen Wohnbau in Oberösterreich. Unter den Bauträgern habe der Wettbewerb zu einer sehr aufwendigen Ausstattung der Wohnungen und zu steigenden Kosten geführt. „Der Baupreisindex ist in den vergangenen Jahren enorm gestiegen“, erläutert Haimbuchner. Das führe zu höheren Mieten, wenn die Kosten nicht eingedämmt werden.

„Es geht nicht darum, die Qualität des Wohnens zu schmälern. Wir müssen die Leistbarkeit des Wohnens absichern“, so Haimbuchner. Bei Stiegengeländern gibt es Edelstahl nur mehr beim Handlauf, Lifte würden nur ab neun Wohnungen je Haus eingebaut, das mindestens drei Geschosse hat. Grundrisse sollen einfach und funktional geplant werden, sodass Standardmöblierung verwendbar ist. „Wir ziehen nun eine Brandschutzmauer hoch, um in Zukunft kostspielige Einsätze einer Krisenfeuerwehr zu vermeiden“, will Haimbuchner mit diesem Standardausstattungskatalog aus der teuren „Qualitätsspirale“ im sozialen Wohnbau.