Wunderbares Ergebnis für die FPÖ

20,5 Prozent und ein Plus von 6,74 Prozent. Das ist das Ergebnis der Freiheitlichen bei der EU-Wahl in Oberösterreich. FPÖ-Landesparteiobmann und Landesrat Manfred Haimbuchner sprach am Wahlabend von einem „wunderbaren Ergebnis für die FPÖ.“ Er dankte allen Wählern und Funktionären für die Unterstützung. Dem Linzer EU-Parlamentarier Franz Obermayr gratulierte er zum Wiedereinzug – „das wohl schönste Geburtstagsgeschenk“. Die bundesweite Verdoppelung der Mandate sei für ihn ein tolles Resultat. Wegen des Unmuts über die politische Entwicklung innerhalb der EU und des Kaiserwetters vielerorts sei es nicht einfach gewesen die Bürger für die Wahl zu mobilisieren.

Die FPÖ ist auf dem rot-weiß-roten Erfolgsweg nicht mehr zu stoppen!

Das Wahlergebnis zeige eindeutig, dass die Wähler eine andere Politik wollen. „Die Menschen wollen nicht, dass sich Merkel und Hollande hinter verschlossenen Türen etwas ausmachen mit Lobbyisten“, so Haimbuchner. Für die Landtagswahl 2015 sieht Haimbuchner dennoch Potential nach oben. „Wichtig ist aber gleichzeitig, dass man am Boden bleibt. Seit der Nationalratswahl sind wir in vielen Gemeinden die stärkste Kraft, das gibt Auftrieb für die Landtagswahl. Wir haben einen Erfolg hingelegt, auf dem man aufbauen kann“, erklärte der freiheitliche Landeschef.

„Weitermachen, wo wir aufgehört haben“

„Unsere Aufgabe wird sein, dort wieder weiterzumachen, wo wir aufgehört haben“, sagte der EU-Spitzenkandidat der FPÖ Oberösterreich, Franz Obermayr, in einer Reaktion auf das Wahlergebnis. Es stünden gewaltige Brocken vor der Tür, wie etwa das Transatlantische Handelsabkommen oder Konsumentenschutzfragen. „Es wird jetzt interessant, ob die Mitbewerber ihre Zusagen halten werden“, so Obermayr. Im Europaparlament möchte der Linzer weiter gegen Zentralismus, mehr Souveränität für Österreich und mehr Transparenz kämpfen. „Unser kritischer pro-europäischer Kurs stimmt“, ist sich Obermayr sicher.

Blaue Hochburgen

Stimmenstärkste Partei wurde die FPÖ in Oberösterreich in 34 Gemeinden. St. Georgen am Fillmannsbach im Bezirk Braunau ist erneut blaue Hochburg mit 47,4 Prozent. In den Bezirken Braunau, (23,5 %), Grieskirchen (23,2 %), Ried im Innkreis (25,0 %), Schärding (26,2 %) und Wels-Land (25,0 %) ist die FPÖ vor der SPÖ auf Platz zwei. In Linz-Land mussten sich die Freiheitlichen mit 21,3 Prozent im Rennen um Platz zwei nur knapp der ÖVP geschlagen geben. In der Stadt Linz konnte die FPÖ die ÖVP überholen und liegt im Landeshauptstädtevergleich sogar auf dem ersten Platz. In Wels konnten die Sozialdemokraten nur knapp Platz eins verteidigen. Nur zwei Prozent fehlten der FPÖ dort auf den ersten Platz.