Zeltstädte für Asylwerber in Linz und Thalham

In der vergangenen Woche gab es einen Rekordwert an Asylanträgen – 1.000 in nur drei Tagen. Deshalb werden Asylwerber nun sogar in Zeltstädten einquartiert. Zwei befinden sich in Oberösterreich (in Linz und im Erstaufnahmezentrum Thalham im Attergau) sowie eines in Salzburg auf dem Gelände der Landespolizeidirektionen – jeweils für 96 Personen.

Für FPÖ-Landesparteiobmann Manfred Haimbuchner sind diese Zeltstädte „ein deutliches Indiz dafür, dass die Asylpolitik von ÖVP-Innenministerin Johanna Mikl-Leitner, aber auch auf EU-Ebene, endgültig gescheitert ist“. Die Asylverfahren würden nach wie vor viel zu lange dauern, eine gerechte europäische Lösung sei überfällig.

Vor allem für die Bevölkerung von Thalham sind die zusätzlichen Asylwerber eine Belastung. Bereits jetzt sind in der Erstaufnahmestelle 200 Asylwerber untergebracht , obwohl es laut Vereinbarung nur 120 Personen sein sollten. Weitere 100 Asylwerber sollen jetzt noch in Zelten untergebracht werden. „Wir haben seit 30 Jahren große Flüchtlingsströme bewältigt, aber nun ist ein Maß erreicht, das für die Bevölkerung nicht mehr tragbar ist“, ist man sich über die Parteigrenzen hinweg einig.