Freiheitliche Bauernschaft OÖ: Rupprechter kommt aus den Fußstapfen seiner Vorgänger nicht heraus

Programme noch mit vielen offenen Fragen, Landwirte mussten sich jedoch bereits im Herbst entscheiden

Heftige Kritik übt der Landesobmann der Freiheitlichen Bauernschaft, Landwirtschaftskammerrat Ing. Franz Graf an Agrarminister Rupprechter: „Die unendliche Geschichte findet eine Fortsetzung – auch Rupprechter kommt aus den Fußstapfen seiner Vorgänger nicht heraus.“ Konkret geht es laut Graf darum, dass auch dieser Landwirtschaftsminister zum Beginn einer neuen GAP-Periode sein Programm nicht fertig genehmigt hat. „Im Gegensatz dazu mussten sich die Bauern beim ‚Herbstantrag‘ bereits entscheiden, bei welchen Programmen sie im neuen Umweltprogramm teilnehmen – obwohl die Bedingungen nach wie vor nicht fixiert sind.“

„Planungssicherheit sieht anders aus“, so der Kommentar des Landesobmannes der Freiheitlichen Bauernschaft. Graf verweist zudem darauf, „dass unsere Nachbarländer ihre Aufgaben rechtzeitigt erledigt haben. Diese haben mit der europäischen Kommission die neuen Bedingungen bereits ausverhandelt.“ Offenbar will man bei so wichtigen Bereichen wie dem Programm für die ländliche Entwicklung das Traditionsbewusstsein des Bauernbundes stärken. „Wie das Amen im Gebet werden die Bauern jährlich darauf vertröstet, dass im Frühjahr noch alles repariert werden kann.“

Es drohe, so Graf abschließend, „dass die neuen Programme mit noch mehr Bürokratie versehen sind. Aber es schaut leider auch so aus, dass die Programme noch schlechter dotiert sein werden als bisher. Offenbar rechnet man ohnedies damit, dass der Beteiligungsgrad sinken wird. Auswirkungen wird dies aber mit Sicherheit auch auf die Wirksamkeit des Umweltprogrammes haben.“