Freie Bauern fordern mehr Freiheit auf Biodiversitätsflächen, steuerliche Entlastung und rasche Auszahlung der AMA-Gelder
Die Dürre der letzten Wochen setzt Oberösterreichs bäuerliche Familienbetriebe massiv unter Druck. Fehlendes Grundfutter, Ertragseinbußen und steigende Betriebskosten gefährden die wirtschaftliche Grundlage vieler Höfe. Die FPÖ Oberösterreich und die Freien Bauern fordern daher vom Bund eine sofortige Aussetzung der Mineralölsteuer für besonders betroffene Betriebe, eine direkte Unterstützung beim Ankauf von Düngemitteln sowie die vollständige Auszahlung sämtlicher AMA-Ausgleichszahlungen spätestens bis Ende Oktober.
FPÖ-Landesparteiobmann, Landeshauptmann-Stv. Dr. Manfred Haimbuchner betont, dass die Bundesregierung jetzt rasch handeln müsse: „Unsere bäuerlichen Familienbetriebe leisten Tag für Tag unverzichtbare Arbeit für Oberösterreich. Sie produzieren hochwertige Lebensmittel, erhalten unsere Kulturlandschaft und sichern Arbeitsplätze im ländlichen Raum. Wenn die Dürre Ernten beeinträchtigt und das Futter knapp wird, brauchen unsere Landwirte rasche Hilfe, die auf den Höfen ankommt – statt leerer Versprechen und zusätzlicher Bürokratie.“ Als zuständiger Naturschutzreferent habe Haimbuchner in seinem Ressort bereits eine konkrete Erleichterung veranlasst. Vertragsnaturschutz-Streuwiesen dürfen demnach ab sofort unabhängig vom ursprünglich vorgesehenen Schnittzeitpunkt gemäht werden, ohne dass betroffene Betriebe ihre finanzielle Prämie verlieren.
„Damit verzichten wir nicht auf Naturschutz, sondern reagieren mit Hausverstand auf eine außergewöhnliche Lage“, erklärt Haimbuchner. „Wenn durch die Dürre wertvolles Futter verlorenzugehen droht, muss eine vorgezogene Mahd möglich sein. Unsere Bauern tragen Verantwortung für ihre Tiere, ihre Höfe und die Versorgung im Land. Diese Verantwortung darf nicht durch starre Vorgaben erschwert werden.“
Für Biodiversitätsflächen fordern die Freien Bauern Oberösterreich darüber hinaus erneut eine dauerhafte, praxistaugliche Anpassung der Vorgaben. Künftig sollen dort auch futterfähige Leguminosen- und Grasmischungen angebaut werden dürfen. Dadurch könne zusätzliches Futter bereitgestellt, der Zukauf verringert und die Abhängigkeit von externen Märkten reduziert werden. „Es kann nicht sein, dass unsere Bauern immer neue Auflagen, höhere Kosten und wachsende Belastungen tragen müssen“, so Kroismayr. „Wer die regionale Lebensmittelversorgung ernst nimmt, muss jene stärken, die unsere Lebensmittel erzeugen. Das ist eine Frage der Verantwortung gegenüber den Menschen in Oberösterreich.“
Abschließend fordern Haimbuchner und Kroismayr die Bundesregierung zum unverzüglichen Handeln auf: „Oberösterreichs Bauern brauchen keine Vertröstungen, sondern Planungssicherheit und rasche Liquidität. Die Politik muss jetzt reagieren – mit weniger Bürokratie, mehr Vertrauen und konkreter Unterstützung für unsere bäuerlichen Familienbetriebe.“
