Familien durch echte Steuersenkungen entlasten

Familienbasiertes Steuermodell am Beispiel anderer europäischer Länder würde Familien tatsächlich entlasten

Eine klare Meinung hat FPÖ-Landesparteiobmann, Landeshauptmann-Stv. Dr. Manfred Haimbuchner zur Mehrwertsteuersenkung der Bundesregierung auf ausgewählte Lebensmittel. Grundsätzlich sei jede Steuersenkung in einem Hochsteuerland wie Österreich begrüßenswert. Aber beim aktuellen Beispiel habe man aber den Weg nicht beendet, wird doch bei dieser ‚Senkung“ das Ziel mit einer neuen Plastik- und Paketsteuer völlig konterkariert.

Unter den entsprechenden Lebensmitteln finden sich einige Gemüsearten, wenige Milch- und Getreideprodukte, sowie diverse Obstsorten. „Die Regierung wollte offenbar gesunde Ernährung fördern, ein durchaus löblicher Ansatz. Leider hat man auf die Bedürfnisse von Familien mit Neugeborenen vergessen. Vergebens sucht man eine Mehrwertsteuersenkung auf Produkte wie Windeln oder Babynahrung. Grundsätzlich erstaunt das auch nicht, immerhin hat man schon bei der Aussetzung der Valorisierung von Familienleistungen bewiesen, dass der Stellenwert der Familie für die Bundesregierung nicht allzu hoch sein kann“, kritisiert Haimbuchner.

Für den FPÖ-Landeschef wohnt bei dieser Senkung der Mehrwertsteuer der richtige Grundgedanke inne, „denn eine Entlastung durch Steuersenkung ist der richtige Ansatz.“ Man müsse diesen Ansatz aber konsequent weiterdenken, nennt Haimbuchner andere europäische Länder wie Polen und Ungarn: „Ungarn hat schon vor einiger Zeit ein familienbasiertes Steuermodell eingeführt. Mütter müssen danach, abhängig von der Anzahl ihrer Kinder, weniger Einkommenssteuer bezahlen, die Entlastung reicht bis hin zur gänzlichen Befreiung. Polen plant im Übrigen ein ähnliches Modell. Nur so könnten Familien tatsächlich nachhaltig entlasten werden.“