FPÖ Wels fordert Sanktionen bei fehlenden Deutschkenntnissen

Die von der APA veröffentlichten Zahlen zum Anteil außerordentlicher Schüler bestätigen nach Ansicht der FPÖ Wels ein seit Jahren bekanntes Integrationsproblem.  Konkret war der Anteil der Volksschulkinder, die wegen Problemen mit der Unterrichtssprache eine Deutschförderklasse oder -gruppe besuchen mussten, zuletzt mit mehr als 25 Prozent in Wels. In Traun und Linz gab es im Schuljahr 2024/25 mit je 22 Prozent ebenfalls mehr „außerordentliche“ Schülerinnen und Schüler als in der Bundeshauptstadt, in Steyr (19) und den Landeshauptstädten Salzburg und Graz (je 18 Prozent) waren es geringfügig weniger.

Ein erheblicher Teil der Kinder verfüge beim Schuleintritt über mangelhafte Deutschkenntnisse, hieß es am Dienstag in einer Aussendung der Freiheitlichen.  Nach Ansicht von FPÖ-Bürgermeister Dr. Andreas Rabl sei „die Bundesregierung trotz dieses seit Jahren bekannten Problems weiter untätig. Damit werden Integrationsprobleme verschärft und die Zukunft der Kinder gefährdet.“ Der freiheitliche Vizebürgermeister von Wels, Gerhard Kroiß sprach sich für ein Ende der „Kuschelpädagogik“ aus und forderte ein Umdenken bei der SPÖ: „Ohne klare Pflichten und Konsequenzen wird Integration nicht gelingen.“

Rabl verweist darauf, dass die Stadt Wels bereits vor Jahren damit begonnen habe,  die gesetzlich vorgesehene Sprachförderung in den Kindergärten deutlich auszubauen und diese bereits ab dem dritten Lebensjahr anzusetzen. Derzeit seien mehr als 50 Sprachpädagoginnen und Sprachpädagogen im Einsatz. „Bei entsprechender Mitwirkung der Eltern sind die Erfolge der Sprachförderung klar messbar“, so die FPÖ. Die aktuellen Zahlen seien dennoch „schockierend“ und würden die Notwendigkeit eines konsequenten Integrationskurses bestätigen. Neben ausreichenden Förderangeboten brauche es eine verbindliche Mitwirkung der Eltern. Diese sei in der Welser Kindergartenordnung verankert worden. Seit Dezember 2025 seien zudem Sanktionen bei Verletzung der Mitwirkungspflicht oder bei Verstößen gegen den Kindergarten-Wertekodex vorgesehen.

Kritik übte die FPÖ an der SPÖ, die diese Verschärfungen im Integrationsbereich abgelehnt habe. Um die Zahl der außerordentlichen Schüler zu senken, fordert die FPÖ unter anderem verpflichtende Deutschförderkurse am Nachmittag, eine verpflichtende Deutsch-Sommerschule im August, eine Ausdehnung der Kindergartenpflicht ab dem dritten Lebensjahr bei mangelhaften Deutschkenntnissen sowie Sanktionen bis hin zur Streichung von Familienleistungen bei fehlender Mitwirkung.