„Wir bauen Zukunft“: Oberösterreich baut Wohnungen, die gebraucht werden
Trotz steigender Grundstückspreise, hoher Baukosten und schwieriger Finanzierungsbedingungen zeigt sich der Wohnbau in Oberösterreich weiterhin robust. Bei der Präsentation der Wohnbaubilanz 2025 zog FPÖ-Landesparteiobmann, Landeshauptmann-Stv. Dr. Manfred Haimbuchner eine positive Bilanz und betonte die Stabilität der oberösterreichischen Wohnbaupolitik.
„Wenn wir heute die Wohnbaubilanz präsentieren, sprechen wir nicht nur über Zahlen und Statistiken. Wir sprechen auch über Heimat, über Sicherheit und darüber, wie und wo Menschen in Oberösterreich leben können“, erklärte Haimbuchner und betont: „Wohnbau ist mehr als Beton und Ziegel. Er ist ein Fundament für Familien, für Gemeinschaft und für Zusammenhalt. Wer baut, der glaubt an die Zukunft – und genau das tun wir in Oberösterreich.“
Oberösterreich baut mehr Wohnungen als nötig
Der Wohnraumbedarf im Bundesland liegt laut Prognosen bei rund 8.400 Wohnungen pro Jahr. Tatsächlich wurden in den vergangenen 14 Jahren durchschnittlich 11.300 Wohnungen jährlich neu geschaffen. Damit übersteigt die Bautätigkeit die rechnerisch notwendige Bedarfsdeckung deutlich. Besonders im Vergleich mit anderen Bundesländern zeigt sich die hohe Bauleistung. „Stellt man die Fertigstellungen der Gesamtbevölkerung gegenüber, hat Oberösterreich eine um knapp ein Drittel höhere Pro-Kopf-Bautätigkeit als Wien“, betonte Haimbuchner. „Das zeigt deutlich, dass unser Bundesland nicht nur wirtschaftlich stark ist, sondern auch im Wohnbau überdurchschnittliche Leistungen erbringt.“ Rund die Hälfte des jährlichen Wohnraumbedarfs wird allein durch die oberösterreichische Wohnbauförderung gedeckt, ein Wert, der im Bundesvergleich herausragt.
Deutlicher Anstieg bei Neubau und Nachverdichtung
Im Jahr 2025 wurden insgesamt 3.963 Wohneinheiten im Neubau und in der Nachverdichtung gefördert. Das entspricht einer deutlichen Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Das Fördervolumen lag bei 362,3 Millionen Euro. Allein im Bereich der Miet- und Eigentumswohnungen wurden 2.501 Wohneinheiten unterstützt. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der neuen Nachverdichtungs-Verordnung, durch die bereits im ersten Jahr 705 Wohnungen geschaffen wurden. „Wir zeigen damit, dass Wohnbau und ein verantwortungsvoller Umgang mit Boden kein Widerspruch sind. Durch Nachverdichtung nutzen wir bestehende Infrastruktur, beleben Ortskerne und vermeiden unnötige Zersiedelung“, betonte Haimbuchner.
Eigenheimförderung sorgt für Trendwende
Auch im Eigenheimbereich zeigte sich 2025 ein deutlicher Aufwärtstrend. Insgesamt wurden 1.408 Wohneinheiten in Eigenheimen und Reihenhäusern gefördert. Ein entscheidender Faktor dafür war die Einführung einer Fixzinsförderung von 1,5 Prozent. „Mit der Fixzinsvereinbarung von 1,5 Prozent haben wir eine Trendwende geschafft. Unser angebotener Zinssatz liegt weit unter dem üblichen Marktzins“, erklärte Haimbuchner. Dadurch sei es gelungen, „eine massive Steigerung der Förderanträge um 66 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu erreichen.“ Um weiterhin Planungssicherheit zu gewährleisten, wurde diese Fixzinsregelung inzwischen verlängert.
Rekord bei Sanierungen
Neben dem Neubau spielt auch die Sanierung bestehender Gebäude eine immer wichtigere Rolle. 2025 wurden 9.359 Wohneinheiten sowie 26 Heimplätze saniert. Dafür wurden Darlehen und Zuschüsse in Höhe von rund 169 Millionen Euro bereitgestellt. Sanierungen leisten dabei nicht nur einen Beitrag zur Nachhaltigkeit, sondern auch zur Belebung bestehender Ortskerne. „Wer saniert, investiert doppelt – in Lebensqualität und in Nachhaltigkeit“, so Haimbuchner.
Wohnbeihilfe als soziale Absicherung
Ein wichtiger Bestandteil der Wohnbaupolitik bleibt die soziale Unterstützung beim Wohnen. Im Jahr 2025 erhielten 23.748 Menschen Wohnbeihilfe, insgesamt wurden 57,2 Millionen Euro ausbezahlt. „Diese Zahlen belegen eindrucksvoll, wie leistungsfähig und bürgernah unser Wohnbeihilfensystem in Oberösterreich aufgestellt ist“, erklärte Haimbuchner. Gleichzeitig hob er den Einsatz der Mitarbeiter hervor, die jährlich hunderttausende Anträge und Schreiben bearbeiten. Ein besonderes Instrument ist der Wohnbeihilfen-Pensionsbonus, der gezielt ältere Menschen unterstützt. 2025 erhielten 7.836 Bezieher monatlich bis zu 45 Euro zusätzlich.
Blick nach vorne: Starkes Bauprogramm für 2026
Auch für das laufende Jahr erwartet die Landesregierung eine starke Bautätigkeit. Das Bauprogramm sieht über 2.000 neue Wohneinheiten vor, darunter rund 700 Mietkaufwohnungen und mehr als 600 Nachverdichtungsprojekte. Besonders bemerkenswert ist dabei, dass viele dieser Projekte auch in attraktiven Regionen entstehen. „Unsere Landsleute sollen Eigentum dort schaffen können, wo andere Urlaub machen“, betonte Haimbuchner und verwies auf geplante Projekte etwa in Attersee, Altmünster und Bad Goisern.