Innkreisbahn wird bis 2029 elektrifiziert

Teil eines umfassenden Modernisierungskonzepts

Bis Ende 2029 wird die Strecke von Braunau via Ried bis Neumarkt-Kallham vollständig elektrifiziert. Auf der gesamten 55 Kilometer langen Strecke werden für die Realisierung von der ÖBB 87,3 Millionen Euro investiert. Im Beisein von Infrastruktur-Minister Peter Hanke, Oberösterreichs Verkehrs-Landesrat Mag. Günther Steinkellner und der ÖBB-Vorständin Judith Engel erfolgte am Bahnhof Ried der offizielle Baustart. Durch dieses Projekt könne die Regionalbahn dann mit 100 Prozent grünem Bahnstrom – erzeugt durch eigene Wasserkraftwerke und zunehmend Photovoltaik- und Windkraftanlagen – betrieben werden und sei ein großer Mehrwert für Region und Fahrgäste. Ein Großteil der Bauarbeiten soll während des laufenden Betriebs sowie in den Nachstunden erfolgen, um Einschränkugnen für Fahrgäste möglichst gering zu halten.   

Die Elektrifizierung der Innkreisbahn stellt einen wichtigen Schritt für die Weiterentwicklung des regionalen Bahnverkehrs in Oberösterreich dar. Ziel ist es, die Strecke nachhaltiger, moderner und leistungsfähiger zu gestalten. Durch gezielte Investitionen soll vor allem der Nutzen für die Region und die Fahrgäste deutlich erhöht werden. Ab Ende 2029 sollen Zugfahrten aus dem Innviertel in den oberösterreichischen Zentralraum vollständig mit grünem Bahnstrom möglich sein. Moderne Elektrozüge werden dann für mehr Komfort sorgen und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Bedeutung für Region und Pendler

„Die Elektrifizierung der Innkreisbahn ist ein wichtiger Schritt für eine moderne und leistungsfähige Schieneninfrastruktur im Innviertel. Wir schaffen damit einen deutlich höheren Komfort im täglichen Pendelverkehr. Gleichzeitig stärken wir die Verbindung in den oberösterreichischen Zentralraum und erhöhen die Attraktivität des Standorts für Wirtschaft und Arbeitnehmer. Diese Investition bringt konkrete Verbesserungen für die Menschen in der Region und macht die Bahn fit für die Zukunft“, ergänzt Günther Steinkellner. Die Elektrifizierung ist Teil eines größeren Gesamtkonzepts zur Attraktivierung der Innkreisbahn. Dazu gehört unter anderem der umfassende Umbau des Bahnhofs Ried im Innkreis, der bis 2029 zu einer modernen Verkehrsdrehscheibe entwickelt wird. Neben neuen Bahnanlagen und einem modernen Empfangsgebäude werden auch die Anbindungen an Bus- und Taxiverkehr verbessert. Zusätzlich wird die Unterführung bei der Eberschwanger Straße verbreitert, um mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer zu schaffen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der technischen Modernisierung. Entlang der Strecke werden neue elektronische Stellwerke errichtet, die künftig eine automatisierte Steuerung des Bahnbetriebs ermöglichen. Dadurch können Züge pünktlicher verkehren, und Fahrgäste profitieren von Echtzeitinformationen an den Bahnhöfen.

 Ausbau der Bahn in Oberösterreich

Die Elektrifizierung der Innkreisbahn ist Teil eines umfassenden Ausbaus der Bahnstrecken in Oberösterreich. Ziel ist es, den Anteil an elektrisch betriebenen Zügen deutlich zu erhöhen und den Einsatz von Diesel zu reduzieren. Parallel dazu werden weitere Strecken elektrifiziert oder befinden sich bereits in Umsetzung, wodurch ein nachhaltiges und umweltfreundliches Mobilitätsnetz entsteht. Ein Großteil der Bauarbeiten erfolgt während des laufenden Betriebs sowie in den Nachtstunden, um Einschränkungen für Fahrgäste möglichst gering zu halten. Dennoch sind zeitweise Streckensperren notwendig. Diese werden mit anderen Bau- und Instandhaltungsmaßnahmen gebündelt, um die Auswirkungen zu minimieren. Besonders in den Sommermonaten werden intensivere Arbeiten durchgeführt, während Ersatzverkehre ein verlässliches Mobilitätsangebot sicherstellen.